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Mit dem OzBus von London nach Sydney

Das Reisefieber wurde mir schon in die Wiege gelegt. Denn während der Eiserne Vorhang Europa noch trennte, holperten meine Eltern über bulgarische Landstraßen – und ich schaukelte im Bauch meiner Mutter mit.

Mittlerweile sind die Straßen in Bulgarien besser (Ich habe mich selbst davon überzeugt!), aber meine Reisefieberschübe überwältigen mich immer noch regelmäßig. Vor fünf Jahren bin ich nach einjährigem Aufenthalt aus Lettland zurückgekehrt, nun wird es höchste Zeit, wieder einmal „richtig raus“ zu kommen.

Schon seit längerem geisterte eine kurze Notiz in meinem Kopf herum, die ich in einem Reisemagazin gelesen hatte: „Mit dem Bus von London nach Sydney.“ Auf dem Landweg selbstverständlich! Was für eine verrückte Idee. – Und genau das, was zu mir passt.

Ich zögerte nicht lang. Nur ein paar Mausklicks später entdeckte ich mein Zaubergefährt: den OzBus. Der erste und einzige Linienbus von London nach Sydney, von Europa in die unbekannte, östliche Welt, nach Australien. Was für ein sagenhafter Start für eine Weltreise.

Mittlerweile rückt die Abfahrt näher. Manchmal schwirrt mir der Kopf von all den Wundern, die ich sehen werde: Istanbul und Isfahan, Karatchi, Delhi, Himalaya, Ganges, Bangkok, Sumatra, Bali, das australische Outback, und, und, und… Aber um diese Orte zu besuchen, müsste ich nicht mit dem OzBus fahren.

Für mich ist der Weg viel wichtiger als das Ziel. Mich interessieren keine Hotelbunker und vollklimatisierte Shoppingmalls. Ich möchte erleben, wie sich langsam die Landschaft ändert. Sehen, wie die Menschen anderswo leben, was sie freut und worüber sie sich Gedanken machen. Eine zufällige Begegnung kann viel wertvoller sein als die neuesten Insidertipps. Ich bin gespannt.

Wenn Ihr mich auf meiner Reise mit dem OzBus begleiten wollt, könnt ihr das auf dieser Seite tun, drei Monate lang. Ich würde mich freuen!

Eure Isabelle

Anmerkung der Redaktion:

Leider ist es Isabelle nicht immer möglich täglich ihre Berichte zu senden. Zugang zum  Internet ist nicht überall so selbstverständlich wie in unserer Heimat. Wir versuchen aber Berichte aus dem OzBus die uns erreichen so zeitnah wie möglich zu veröffentlichen.

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