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Ankunft in Jodhpur und Besuch des Forts

Isabelle erreicht das Fort von Jodhpur mit einem Tuktuk und steigt die letzten Meter zu Fuß hinauf. In den Höfen und Gängen entdeckt sie Spuren der Geschichte der Maharadschas. Danach führt der Weg zurück in die belebten Straßen und Gassen der Stadt.

Fort von Jodhpur Das Fort von Jodhpur Foto: Isabelle Hiestand

Ankunft in Jodhpur und Besuch des Forts

Das Tuktuk röhrt und umfährt ein weiteres Schlagloch auf der steilen Straße zum Fort. Über Jodhpur thront es auf einem Felsplateau. Früher war es die Festung der Maharadschas, heute ist es ein Weltkulturerbe. Wir steigen die letzten Meter zu Fuß zum Tor empor und ich lege den Kopf zurück, um den blauen Himmel über der Außenmauer sehen zu können. Ein Schwarm Tauben steigt mit Flügelschlagen auf.

Verschollen geglaubte Bilder auf alten Filmen tauchen in meinen Gedanken auf: Bunt verschleierte Frauen hinter Windfenstern, finstere Turbanträger, prachtvolle Springbrunnen in exotischen Gärten. Eine Tafel ist in die Wand eingelassen. Darauf sind die Handabdrücke der Frauen des MaharadschasHandabdrücke der 17 Frauen des Maharadschas abgebildet, die nach seinem Tod mit ihm verbrannt wurden – lebendig. Verehrer färben die Abdrücke als Zeichen ihrer Bewunderung noch heute regelmäßig rot.

Stundenlang streifen wir durch die Höfe und Gänge, bevor wir schließlich ins Gewühl der Straßen und Gassen eintauchen. Ein Regenguss hat den Boden aufgeweicht und eine schmierige Schicht aus Kuhdung, Bananenschalen, Wüstensand und Exkrementen verwandelt. Ein junger Ochse rempelt mich schubst mich mit den kurzen Hörner aus dem Weg.

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In den Gassen von Jodhpur

Schließlich finden wir ein Tuktuk, das uns in unsere „Bubble“, die Blase, zurückbringt. So nennen wir unser Hotel mit den runden Bungalows, das sauber, gemütlich und ruhig ist. Die Familie ist freundlich und hilfsbereit und es gibt Fixpreise. Das einzige, was uns hier an Indien erinnert, ist das hervorragende Essen und die Affen in den Bäumen.

Hotelzimmer in JodhpurZum Abendessen werden eine lange Tafel aufgebaut und Öllampen angezündet. Dann serviert uns die ganze Familie, vom 10jährigen Mädchen bis zu Oma, vegetarische Speisen: Paneer-Käse in Spinat, Linsensuppe und Fladenbrote aus dem traditionellen Tandoori-Ofen, bis alle satt sind.

Matratzen werden auf den Boden gelegt, die mitreisende Gitarre herausgeholt und wir lernen, wie man einen Sari richtig wickelt, während die Sterne im warmen Nachthimmel strahlen.

Die „Bubble“ ist nicht das wahre Indien, aber ein wunderbarer Ort, um Kraft für den nächsten Tag im OzBus zu sammeln.