Budapest

Budapest Bad Bad in Budapest

Es ist eine kurze Fahrt von Wien nach Budapest, nur vier Stunden. Da bleibt noch Zeit, etwas zu unternehmen, und ich finde auch schnell Begleiter. Wir wollen eines der berühmten Budapester Bäder besuchen.

Zwei Aufseher beobachten uns misstrauisch, als wir die winzige U-Bahn-Station betreten. Rotbemalte Stahlträger zieren die Wartehalle. Am Aufgang steht ein hölzernes Kassenhäuschen. Es ist nicht besetzt. Statt dessen gibt es einen Fahrkartenautomat mit Touchscreen.

Nach einigem Drücken wissen wir zumindest, welches Ticket wir brauchen. Doch der Automat mag unser frisch eingetauschtes Geld nicht und spuckt es immer wieder aus. Wie muss man nur den Schein einlegen: Vorwärts, rückwärts, links, rechts oder doch die andere Seite? Wir warten jedes Mal ein paar Sekunden, dann surrt der Schein wieder aus dem Schlitz. Als nach 10 Minuten das erste Ticket gedruckt ist, applaudieren wir. Selbst die Aufseher müssen lachen. Jetzt fehlen uns nur noch sechs Tickets.

Auch als wir unsere Eintrittskarte für das Bad kaufen, bildet sich eine lange Schlange. Doch schließlich ist die letzte Hürde genommen und wir gleiten ins Thermalwasser. Es stinkt nach Schwefel, doch nach 2000 Kilometern Busfahrt genießen wir die Wärme und die Schwerelosigkeit im Wasser. Den ganzen Nachmittag erkunden wir die unzähligen Hallen, Räume und Außenbecken.

Zum Abendessen trifft sich fast die ganze Gruppe in einem Restaurant am Donauufer. Vor den offenen Fenstern leuchtet die Fischerbastei in orangem Licht. Drei Musiker begrüßen uns auf Violine, Bass und Xylophon mit „My Way“, bevor sie zu galoppierenden ungarischen Melodien wechseln. Nebenan feiert eine ungarische Festgesellschaft.

An der Wand hängen alte Fotos von Budapest. Messingleuchter wölben sich wie Gallionsfiguren in Frauengestalt, in den Händen geschliffene Glaskugeln. Ich genieße ein Glas Weißwein mit Fasanenbrust im Speckmantel auf gemischtem Blattsalat mit Beerenfrüchten. Wir lachen viel und zwei oder drei tanzen sogar mit den Musikern.

Doch der Abend ist noch nicht zu Ende. Wir gehen ins Café Cairo. Über eine Treppe gelangen wir ins Obergeschoss, das mit Teppichen ausgelegt ist. Eilig richtet der Wirt die Kissen her und wir lassen uns auf Hockern und Diwan nieder. Es sind viele Gäste hier, vor allem Männer, und alle rauchen Shisha, Wasserpfeife. Kurz darauf stellt der Wirt uns auch zwei Shishas auf dem niedrigen Tisch- Es wird spät heute.

Foto: Isabelle Hiestand

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