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Unterwegs durch Bulgarien

Nach zehn Tagen auf der Reise ist Isabelle in Bulgarien und verbringt den Vormittag in einem Park in Sofia. Anschließend fährt die Gruppe nach Plovdiv und trägt das Gepäck über das Kopfsteinpflaster zur Unterkunft. Dort beginnt eine Stadtführung mit einer Studentin und ihren Freundinnen.

Plovdiv Bulgarien Gitterfenster in Plovdiv in Bulgarien Foto: Isabelle Hiestand

Unterwegs durch Bulgarien

Heute ist der erste Tag, an dem ich mich frage: „In welchem Land bin ich?“ Seit zehn Tagen bin ich mit dem OzBus unterwegs und war in Großbritannien, Belgien, Deutschland, Tschechien, Österreich, Ungarn und Serbien. Heute bin ich noch in Bulgarien, morgen schon in der Türkei.

Die anderen verabschieden sich für eine Stadtführung, aber da ich Sofia gut kenne, spaziere ich lieber durch einen der großen Parks. Ein paar Fußgänger und Radfahrer kreuzen meinen Weg, ein streunender Hund macht sich eilig davon. Auf dem Tennisplatz schlagen zwei ältere Herren Bälle hin und her. Ich entdecke ein Freibad. Die blaue Farbe blättert vom Zehn-Meter-Turm und der Rost späht hindurch. Das Wasser ist ausgelassen und auf dem Beckenboden liegt trockenes Laub.

Um 11 Uhr brechen wir nach Plovdiv auf. Es sind nur drei Stunden Fahrt. Dort angekommen schleppen wir erst einmal unser Gepäck über das Kopfsteinpflaster auf den Altstadtberg, denn die Straße zur Hostel ist für den Reisebus zu schmal. Nach dem Sowjetbunker in Sofia erscheint mir das Achtbettzimmer geradezu charmant.

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Von Sofia nach Plovdiv

Enge Gassen und Tratschfenster in PlovdivUnsere Stadtführerin trifft ein. Sie studiert Touristik und hat zwei Freundinnen mitgebracht, die zunächst freudig ihr Englisch ausprobieren und dann während des Rundgangs allerlei Neuigkeiten untereinander austauschen. Ich stelle mich näher zu Roxanna. „Das ist die hohe Punkt von Stadt. Hier man sieht alte Mauern. Jetzt man kann Foto machen.“ Ich suche mir ein Plätzchen im Schatten, während Roxanna, die weiße Winterstiefel trägt, mit vor der Brust verschränkten Armen wartet.

„Wie alt sind denn die Häuser?“ fragt eine OzBus –Reisende. „Ich weiß nicht. Manche sind so, manche sind so. Alle anders.“ Ich hole meine Kamera aus der Tasche und suche nach schönen Motiven. Alte Häuser mit „Tratschfenster“ zur Straße und grünem Innenhof, Amphitheater, bemalte Teller und gemütliche Restaurants – ich muss nicht weit gehen.