Der Wanderweg am Martins Bend bei Berri Wasserturm als Aussichtsplattform bei Berri - Der Wanderweg am Martins Bend bei Berri

Der Wanderweg am Martins Bend

Berri war schnell absolviert. Berri ist eine saubere kleine Stadt, die vom mächtigen Murray River zärtlich umarmt wird. Zum Verwaltungs- und Handelszentrum hat sich Berri selbst ernannt. Der Name des 1911 gegründeten Ortes leitet sich von der Bezeichnung der Ureinwohner „berry berry“ ab. Und sie meinen damit eine Biegung des Flusses. Gleich unter der großen Brücke befindet sich ein Monument, dass an den berühmten australischen Pfadfinder und Untersuchungsbeamten Jimmy James, einem Mitglied des Pitjantjatjara People, der 1940 in die Gegend kam und den Namen von seinem Schwiegervater annahm. Seine Erfolge beim Auffinden entflohener oder vermisster Personen, bei der Findung von Spuren der Verbrechen wurden legendär. Er starb 1992 in der Aboriginal Siedlung Gerard. Eine ähnliche Verehrung eines Tracker vom Aboriginal People, dem Tracker Riley, hatten wir schon in Dubbo gesehen.

Wir sind dann noch auf den Water Tower geklettert und haben den Rundblick genossen.

Der Lions Club hat den Walkway ausgestattetBank des Lions ClubUnsere nächste Station lag schon etwas östlicher der Stadt. Hier am Flussufer hat der Lions Club am Martins Bend einen Wanderweg geschaffen. Das ist ein sehr bekannten und beliebten Camping Platz und Picknick Grund, vom dem ein sehr populärer Spaziergang zwischen Flussufer und Feuchtland, vorbei am Jachthafen, zum Ort Berri führt. Wir sind die Strecke von Martins Bend gelaufen und bemerkten als erstes die Parkbänke, die unmissverständlich darauf hinweisen, wem wir diese Wanderung zu verdanken haben.
Es ist März. Und in dieser Trockenperiode wird man kaum frisch blühende und saftige Landschaften finden. Zwei Baumtypen dominieren entlang des Ufers. Die River Red Gum und die Black Box. Beides Eukalyptusarten. Der River Red Gum kann 25 bis 35 Meter hoch wachsen, seine helle Borke fällt auf. Und entlang des Flusses und des Feuchtlandes findet er befriedigende Lebensbedingungen. Der Black Box wiederum wird nur 20 Meter hoch, hat eine raue dunkle Borke und trägt im Frühling weiße bis gelbliche Blüten. Trotz der Trockenheit und der Hitze haben wir auf diesen Natural Trail viele Vögel gehört und auch gesehen. Der Magpie verteidigt auch hier ziemlich aggressiv sein Revier. Und ich bin sicher, im Schilf auch eine Willy Wagtails gesehen zu haben. Hier lebt natürlich auch der Noisy Miner, der in Australien ebenso zahlreich ist, wie die Spatzen in Deutschland. Und den Galah, den Rosenkakadu, braucht man nicht erst zu sehen. Man hört ihn, der als „Krachmacher“ im Busch verschrien ist, ganz deutlich. Auch der Yellow Rossella soll hier eine Heimstatt gefunden haben.

Southern Bell FrogAuf einen besonderen Bewohner wird ausdrücklich hingewiesen, der Southern Bell Frog. Die männlichen Frösche werden bis zu 65 mm groß. Und die Weibchen erreichen immerhin bis zu 100 mm. Dieser Frosch hat seinen Namen durch die markanten Rufe der Männchen, die sehr weit zu hören sind. Als Brutzeit ist August bis April angegeben.

Metallerne Karpfen SperreDer Wanderweg ist gut angelegt. Und immerhin hatten wir auch Schatten. Frohen Mutes marschierten wir entlang dieses breiten Schilfgürtels, der den Fluss abschirmt.

Am Martins Bend mündeten wieder so ein paar schon erwähnte Nebenarme oder seitliche Ausbuchtungen in den Murray. Gebiete, die von den Karpfen zum Laichen bevorzugt werden. Hier hat man als Carp Screens Aluminiumsperren gebaut. Diese besitzen Klappen, die in verschienen Höhen zu öffnen sind. So können die trächtigen Karpfen nicht zum Laichen rein. Und die kleinen Karpfen auf der Futtersuche raus. Dort im großen Fluss leben sie aber sehr gefährlich.

Wir sind bis kurz vor Berri gelaufen und dann wieder umgekehrt.

Verbrannter Black Box BaumSehr eindrucksvoll bei dieser Dürre die im Feuchtland weit reichend angelegten Überlaufbereiche.
Man kann sich bei der Trockenheit kaum vorstellen, dass hier bei Hochwasser alles überflutet ist.
Zum Abschied sahen wir noch einen ausgebrannten und trotzdem noch lebenden Black Box. So eine Baumhöhle könnte ich mir als persönliche Unterkunft jedoch nicht vorstellen.

Foto: Dieter Tischendorf

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