Invasion Day

Invasion Day oder Tag der ersten Ankunft?

Jedes Jahr am 26. Januar feiern die Australier als Nationalfeiertag die Ankunft der „First Fleet“ unter Captain Arthur Phillip mit 757 Sträflingen in Port Jackson nahe dem heutigen Sydney, das nach dem für die Deportation verantwortlichen britischen Staatssekretär benannt ist. Auch für die Ureinwohner ist dieser Tag ein Gedenktag. Es ist der Tag der Invasion (Invasion Day).

Cook versuchte noch friedlich mit den Aborigines auszukommen. In seinen Augen ist die nicht lebensbedrohliche Verletzung durch Schrotschüsse in beide Oberschenkel eines Ureinwohners, der die Crew an der Landung hindern wollte, kein Akt der Böswilligkeit. Doch schon die ersten Siedler hatten wegen der grundsätzlich verschiedenen Lebensgewohnheiten einen unüberwindlichen Konflikt zu den Aborigines. Erst schränkten die Siedler mit der Urbarmachung des Bodens den natürlichen Lebensraum der Ureinwohner ein. Und als diese dann, wegen des Hungers, Mais stahlen, begann schon 1794 am Hawkesbury River eine beispiellose Jagd auf die „Schwarzen“, auf die „Abos“, mit dem Ziel der Ausrottung. Dazu wurde auch Militär eingesetzt. Innerhalb kurzer Zeit werden im Van Diemen Land 8000 Aborigines getötet. Leben ließ man nur die als Arbeitssklaven brauchbaren Männer. Der Missbrauch an den Frauen und den Kindern war unbeschreiblich. Durch die 1849 von der britischen Regierung verabschiedeten „Terra nullius Doktrin“ wurden die Ureinwohner quasi zum Freiwild erklärt.

Bis 1879 hatte man so auf Tasmanien alle Aborigines ausgerottet. Nachdem 1804 bei Risdon  Soldaten des 102. Regimentes ohne Grund, wahrscheinlich aus Angst, friedliche Ureinwohner erschossen, die eine Herde Kängurus vor sich hertrieben, war eine Welle gegenseitiger unversöhnlicher Gewalt eröffnet. Die Operation „Black Line“, wo in Tasmanien 5000 Soldaten im Abstand von drei Metern nebeneinander gingen, um die Ureinwohner zur Forestier Halbinsel abzudrängen, misslang. In zwei Monaten fing man einen Knaben und einen verwundeten Mann. Der Missionar George Robinson „überredete“ die Ureinwohner schließlich zur Umsiedlung auf die Flinderinsel. Nach 10 Jahren lebten dort noch 47, die man zurückkehren ließ in das Reservat Oyster Cove bei Hobart. Dort starb 1876 Truganini als letzte reinblütige Tasmanierin 

Das Militär lud die Weißen zu regelrechten „Treibjagdveranstaltungen“ auf die Ureinwohner ein. So auch 1840 in der Nähe des späteren Perth, wo sogar der Gouverneur Stirling mit einer „Mannschaft“ von Siedlern bei einer „Sühneaktion“ eines vorherigen Überfalls den Schießbefehl auf eine Gruppe von 70 Aborigines gab.

@ 01.06.2010

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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