Old Hotel in Wangary

So war unser nächstes Ziel Yangie Bay. Der Lookout? Vergiß es! Obwohl der Dünenberg über 100 Meter hoch sein soll. Interessant ist die Erklärung für die Entstehung. Die Roaring Forties, über die wir schon in Tasmanien hörten, können ja ungehindert von Südamerika bis zur Australischen Bucht gelangen. Und deren Windkraft bringt nicht nur Regen, sondern formt auch den Sand zu Dünenhügel. Es gibt einen kleinen Rundgang. Und die einzige Aussage, die ich bestätigen würde, ist die, dass Yangie Bay ein idealer Picknickplatz sei. Dass man hier auch ganz gut Campen kann ergibt sich aus der Lage der Bay, die sehr windgeschützt ist. Das stachlige Gebüschumfeld muß man eben als aride Variante akzeptieren. Noch ein Wort zum Rundkurs, der über einen kleinen Hügel mit ganz netter Aussicht führt. Es gibt dabei keine Ausschilderung. Entweder man landet nach drei Kilometern am Strand oder man hat die Kurve mitbekommen und ist bald wieder am Parkplatz. Da wir natürlich falsch gegangen sind waren wir erst nach 90 Minuten zurück. Die „Campingkommune“ reparierte immer noch an den Startproblemen eines der Wagen. Aber da hätten wir sowieso nicht helfen können.

Zu den kleinen Besonderheiten in dem Gebiet gehören zweifelsohne das „Old Hotel at Wangary“ und der 10 Kilometer davon entfernte Farm Beach, der eigentliche Geheimtipp für Camper und Fischer. Außerdem bietet Farm Beach noch ein Freiluft Traktor Museum. Die Fischer müssen ihre Boote durch das seichte Uferwasser, über die Haufen von Seetang bis ins tiefere Wasser mit Traktoren schleppen. Etwa 50 alte verrostete Veteranen stehen hier. Und jedes Wochenende ist der Strand der Treffpunkt vieler Freizeitkapitäne. Stolz erzählten mir „Locals“, dass hier am Beach die Filmsszenen der damaligen Invasion bei Gallipoli gedreht wurden. Grund genug, diesen Teil des Strandes nunmehr Gallipoli Beach zu nennen.

Bei der Fahrt vom Old Hotel zum Farm Beach zweigt ein Weg zur Dutton Bay ab. Ein Weg der zur ehemaligen Schaffarm und Jetty führt. Bis zu 20 Tausend Schafe grasten hier. Der einstige Pächter Price Maurice ließ zum Bau der Schafstation das Holzgerüst aus Amerika kommen. Die Steine waren aus der Umgebung. Die Wolle wurde von der eigenen Jetty nach Übersee verschifft. 1970 schloss die Farm. Vorübergehend nutzte man sie als Lager für Besenreiser. Heute steht hier ein Museum, Übernachtungen werden angeboten und seit 2003 gibt es auch einen Caravan Park.

Wer von Port Lincoln über den Flinders Hwy nach Norden fährt kommt auch zum Ort Wangery. Das dortige Old Hotel, gebaut 1871, ist eines der wenigen Pubs in Down under, der sich gegenüber Besuchern in dem Spruch „No Beds- No Beer!“ sonnt. Weil der Pub seit 1931 keine Alkohol Lizenz mehr hat. Man ist stolz auf die selbst gebackenen Pasteten und den Kuchen.

Der Name „Wangary“ ist wahrscheinlich vom Aboriginal Wort „wangara“ abgeleitet. Ein Wort, das „Talk (Gespräch)“ oder aber auch „Corroboree (Kriegstanz)“bedeuten kann. Das man später einen alten Kutschwagen im Stall fand, der mal Lord Byron, dem Dichter, gehört hatte? Das ist für die Aussies natürlich eine Sensation. Finde ich aber auch. Was damals so alles über den Ozean kam!
Wir fuhren zurück in den Caravan Park. Während ich den schlechten TV- Empfang, der eigentlich nur bei der Fußballübertragung störte, wegen des niedrigen Mietpreises tolerierte, stellte Dagmar fest, dass der Bungalow ziemlich verschmutzt war. Die Reinigung nach Auszug erfolgt wahrscheinlich durch Zugluft. Aber was soll’s! Morgen geht es ja weiter. Wieder zurück.

Und bei dieser Rückfahrt hatte ich eine Bitte. Ich wollte über Kimba zurückfahren. Der Ort und das Monument, vielleicht sogar schon eine Ikone, die die Hälfte des Weges von Ost nach West anzeigen.

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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