Weg nach Erldunda

Entdeckungen auf dem Weg nach Erldunda


Das würde wieder eine der Mammuttouren werden, die sich in Down under leider oft nicht vermeiden lassen. Die Größe des Landes bedingt oft ein weites Auseinanderliegen der gesuchten Sehenswürdigkeiten. 530 Kilometer Fahrt bei 36°C erwarteten uns. Wesentlichen Neuigkeiten auf dieser Strecke? Vergiß es! Zu oft waren wir im roten Zentrum. So ist uns die rote Einöde rechts und links der Ernest Giles Road, der Luritja Road und des Lasseter Hwy wohl bekannt. Auch das nunmehr alle Wege asphaltiert sein werden.

Wir sind schon kurz nach 05.00 Uhr aufgestanden. Der Clerk im Office hatte Recht. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gehörte uns der gesamte Waschraum. Ein gemütliches Frühstück, einen starken Kaffee, dann ging es 05.30 Uhr los, auf die 530 Kilometer der Tour. Es war schon warm. Und bald, da der erste Abschnitt der Strecke in Richtung Südosten führte, blendete die aufgehende Sonne ziemlich stark. Ein eintöniges Fahren. Fast schnurgerade Piste, und immer die gleiche Umgebung. Sogar die Berge am Horizont hatten bald keine Lust mehr, uns noch zu begleiten. Ab und zu etwas Niederbewuchs, rote Steine, roter Sand. Aber es kamen auch mal Abschnitte, wo stachlige Büsche überwogen. Und zwischen den Büschen kleine Inseln mit Gras. Die Pferde hatten es sicher schwer, hier jeden Tag satt zu werden. Wir unterhielten uns auch darüber, dass im Gegensatz zu früheren Jahren, diesmal im Fernsehen über keinen der tragischen Todesfälle am Steuer im NT berichtet wurde. Wie erfreulich! Die Geschwindigkeitsbegrenzung, die rigorose empfindliche Bestrafung der Temposünder schienen zu wirken. Pferde auf der Gilles RoadSo im Gespräch vertieft, bemerkte ich fast nur aus dem Augenwinkel plötzlich einen braunen Schatten links im Gebüsch. Die Vollbremsung war ein Reflex. Wir rutschen auf die rechte Fahrbahn. Und kamen zum Stehen. In Australien kein Problem, da auf den Outback Strecken dir kaum Gegenverkehr begegnet. Tief durchatmen. Ein Pferd, das wohl am Straßenrand wegen des Autos einen Augenblick gezögert hatte, galoppierte über die Straße und fand sicher am gegenüberliegenden Graben schmackhafteres Grün.

Also trotz der Eintönigkeit muß man aufpassen. Der auf den Karten verzeichnete Knick an der Kreuzung Giles Road/ Luritja Road ist nicht. Die Giles Road geht schnurgerade weiter gerade aus. Doch die plötzlich beginnende unbefestigte Strasse machte mich trotz des Schildes „Stuart Hwy“ stutzig. Wir kehrten noch vor der Wallane Ranch wieder um und fuhren auf der Road nach Süden. Der wieder gefundene Asphalt signalisierte „Das ist der rechte Weg“. Auf den 64 Kilometern bis zum Lasseter Hwy kommen ein Rastplatz und fünf Kilometer westlich davon Angas Downs. Eine bewohnte Station, die sogar schon mal, nämlich am 19.Juni 2002 im Parlament erwähnt wurde. Weil ein Abgeordneter wissen wollte, ob irgendwelche Maßnahmen im NT vorgesehen sind, die Ureinwohner Interessen berühren könnten.
Angas DownsMich hatte der bewohnte Flecken deshalb so interessiert, weil er auf einer Karte aussah, als sei das Dead Centre Australiens dort. Aber einer der möglichen eigentlichen „Mittelpunkte“ liegt noch über 250 Kilometer östlicher.

Auf dem 110 Kilometer langen Teil des Lasseter Hwy bis zum Stuart Hwy begegnet uns der Namen Mount Ebenezer gleich drei Mal. Da wäre zum einen die Basedow Range mit ihrem höchsten Punkt, dem Mount Ebenezer, ein Berg vulkanischen Ursprungs. Leider ist es mir nicht gelungen, seine Höhe in Erfahrung zu bringen. Zum anderen geht nach 43 Kilometern ein Weg vom Hwy zu einer Ortschaft Mount Ebenezer ab. Und dann kommt noch das allgemein bekannte Roadhouse Mount Ebenezer, dass unter Aboriginal Leitung steht. Hier wird unter anderem auch eine Ausstellung über die Kunst der Ureinwohner angeboten.

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OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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