nach Orange

Auf dem Olympic Hwy nach Orange


Über Nacht hatte es geregnet. Oder sollte ich besser schreiben, ein mittlerer Wolkenbruch ging über Wagga Wagga runter? Wenigstens die kurze Zeit, bis der Wagen gepackt war stoppte der Regen. Es geht eben nichts über australische Gastfreundschaft!

Auf dem Olympic Hwy fuhren wir nach Nordosten. Junee hieß der erste größere Ort, den wir bei strömenden Regen erreichten. In einem Bogen von Nord nach Ost kamen wir auf der 41 über Old Junee in den Ort, der durch seine Lakritzen und Schokoladenfabrik recht bekannt ist. Niemals hätte ich gedacht, dass hier „nur“ 4.000 Menschen wohnen. Der Ort sieht bedeutend größere aus. Das erscheint vielleicht aber auch nur so, weil Junee in einem Talkessel liegt, die Strasse recht gewunden durch den Ort führt. Selbst der große Güterbahnhof signalisiert irgendwie: viele Bewohner.

Junee Ghost Monte ChristoDie sicherlich berühmteste Stelle von Junee ist die Monte Christo Homestead. Das Haus mit den meisten Gespenstern in DU. Sieben sollen es insgesamt sein. Hier war in früheren Zeiten der Mittelpunkt der vornehmen Gesellschaft und der Ort rauschender Feste. Heute kann man dort Geistertouren buchen. Das Haus hätte ich mir schon ganz gern angesehen. Die Geistertour nicht. Aber der Regen war so stark, dass ich nur weiter wollte.

So ist es uns auch in Cootamundra gegangen. Immerhin der Geburtsort des berühmtesten australischen Sportlers aller Zeiten. Sir Donald George Bradman, den alle nur ehrfurchtsvoll, wie gesagt, „The Don” nannten.

Geisternonne oder einfach ein schlechtes Bild?Wir fuhren weiter. Und 170 Kilometer nördlich von Wagga Wagga hörte der Regen endlich auf. Nun erkennen wir auch, dass wir mittlerweile aus der Flachebene in eine hüglige Landschaft gefahren sind. Und überraschend viele Trucks begegnen uns nun auf dem Olympic Hwy. Trucks, denen Regen oder eingeschränkte Sicht scheinbar nichts ausmachten.

Bei Cowra klart der Himmel auf. Ab und zu scheint schon wieder die Sonne. Cowra hat sich seit 2003 nicht verändert. Darüber ist schon früher alles geschrieben. Hier trifft der Olympic Hwy auf den Western Hwy, auf dem es nunmehr weiter geht. Die ziemlich große Stadt empfängt uns mit einigermaßen ruhigen Verkehrsaufkommen. Das Mittagessen muß noch 130 Kilometer warten. Dann werden wir in Orange sein. Wir fahren durch bewaldete Höhenzüge, vorbei an grünen Wiesen. Zahlreiche Bäume stehen am Straßenrand. Und es weiden Schafe, Pferde und Rinder auf den rechts und links abgegrenzten Weiden. Leicht finden wir auch bei Blayney die Verbindungsstrasse nach Orange. Wir sind jetzt schon so hoch, dass die Schilder, die vor Rutschgefahr bei Bodenfrost warnen, sicher ihre Berechtigung haben. Allerdings gibt es dann auf dem Mitchell Hwy, der nach Orange führt, wegen Bauarbeiten einen häufigen „Stop and Go“. Unser erster Besuch in Orange. Bisher sind wir an der Stadt immer nur vorbei gefahren. Ganz schön groß. Ziemlich hektischer Verkehr. Und alle fahren, als ob der Gerichtsvollzieher hinter ihnen her wäre. Nachdem wir eine ansprechende Unit in einem Caravan Park gefunden hatten, ging es zurück in die Stadt. Zum Einkauf. Zunächst aber war ein Mittagessen angesagt. Das Fahren in Orange ist gar nicht so einfach. Zum einen führt eine viel befahrene Bahnstrecke mitten durch die Stadt und zum anderen durchquert der Highway voll die Innenstadt. So hatte auch ich Probleme, den Parkplatz von Woolworth zu finden.

Panorama  vor OrangeNach der dritten Runde im Stadtzentrum hat es dann geklappt. Anschließend fuhren wir wieder in den Caravan Park. Dagmar wird zum Abend unsere so geliebten Spagetti kochen. Und dann genossen wir das faule Leben vor und im Bungalow. Siesta bis zum Abend!

Am nächsten Tag freuten wir uns, als wir über SBS erfuhren, in Deutschland ist bei Minus 2 °C Schnee gefallen. Und wir haben schon am Morgen 23°C. Nach oben offen. Wie immer informierten wir uns zunächst im Visitor Centre über die Sehenswürdigkeiten. Natürlich steht Ophir, der Beginn des Goldrausches in DU, an erster Stelle. Diese Stätte werden wir aber erst am nächsten Tag besuchen.

Noch im Stadtzentrum, zwischen vier der überbreiten Strassen befindet sich der Cook Park. Ein echtes Kleinod.

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