Australiens Bevölkerung: aktuelle Zahlen und regionale Unterschiede
Zum 31. März 2026 lag Australiens geschätzte Wohnbevölkerung bei rund 27,92 Millionen. Die Estimated Resident Population (ERP) zählt Menschen, die gewöhnlich im Land leben. Im Zwölfmonatszeitraum bis zu diesem Stichtag wuchs die Bevölkerung um 392.700 Personen oder 1,4 Prozent. Das nationale Wachstum ergibt sich aus natürlichem Zuwachs und internationaler Nettozuwanderung. Auf Ebene der Bundesstaaten kommt die Binnenwanderung hinzu.
Was das Wachstum ausmacht
Der natürliche Zuwachs – Geburten abzüglich Todesfälle – betrug im Jahreszeitraum 100.600 Personen. Die Nettozuwanderung aus dem Ausland lag bei 292.100. Zusammen erklären diese beiden Komponenten den Zuwachs Australiens als Gesamtstaat. Binnenwanderung bezeichnet dagegen Umzüge innerhalb Australiens: Zieht jemand von New South Wales nach Queensland, erhöht sich die Bevölkerungszahl dort und sinkt im Herkunftsstaat. Für Australien insgesamt entsteht dadurch weder ein Zu- noch ein Fortzug. Die Netto-Binnenwanderung ist der Saldo aus Zu- und Fortzügen; sie zeigt die Richtung der Veränderung, nicht die Zahl aller Umzüge.
Unterschiede zwischen den Bundesstaaten
Am 31. März 2026 lebten 8,67 Millionen Menschen in New South Wales, 7,15 Millionen in Victoria, 5,74 Millionen in Queensland und 3,10 Millionen in Western Australia. Die Netto-Binnenwanderung im vorausgegangenen Jahr betrug minus 20.818 für New South Wales, plus 14.718 für Queensland und plus 10.314 für Western Australia. Diese Salden zeigen, wie sich Umzüge innerhalb des Landes auf die Bevölkerungsverteilung auswirken. Bei der gesamten jährlichen Wachstumsrate lag Western Australia mit 2,1 Prozent vorn; Tasmania verzeichnete mit 0,6 Prozent das niedrigste Wachstum unter den Bundesstaaten. Diese Wachstumsraten umfassen sämtliche Bevölkerungsänderungen, nicht nur innerstaatliche Umzüge.
Die Einwohnerzahl jedes Bundesstaates verbindet dieselben Grundkomponenten: Geburten und Todesfälle, Nettozuwanderung aus dem Ausland und die Binnenwanderungsbilanz. So kann ein Bundesstaat trotz eines negativen Binnenwanderungssaldos insgesamt wachsen, wenn die anderen Komponenten den Ausschlag geben. Die am Stichtag genannten Werte sind auf zwei Nachkommastellen beziehungsweise Zehntausender gerundet; die Wanderungssalden werden als Personenwerte ausgewiesen.
Sydney ist ein großes Bevölkerungszentrum in New South Wales, doch der Bundesstaat umfasst auch viele andere Regionen. Die Entwicklung seiner Bevölkerung lässt sich deshalb nicht allein aus der Hauptstadt ablesen. Die Statistik macht sichtbar, wie natürliche Veränderung und Wanderungsbewegungen regionale Größenordnungen über die Zeit prägen; das gehört zum Verständnis von New South Wales und von Alltag, Kultur und Wirtschaft in Australien.

Historische Bevölkerungsdarstellung mit Vergleichsstand 2005.
Ursprünglicher Beitrag: Dieter Tischendorf