Artenschutz für Koalas

Artenschutz für Koalas
Artenschutz für Koalas

Artenschutz für Koalas fordert die Stiftung Koala, um das Aussterben des Symbols für Australien zu verhindern. TSSC will eventuell anders entscheiden.

Das nationale wissenschaftliche Komitee für bedrohte Arten TSSC überprüft erneut, ob das Beuteltier als vom Aussterben bedroht gelistet werden sollte. 2006 lehnte das TSSC eine Nominierung, den Koala unter den Commonwealth Umweltschutz und Naturschutz zu stellen, ab. Es befand, dass es wahrscheinlich tausende Tiere in der Wildnis gibt, die in den Artenschutz aufgenommen werden sollten. Die Koala Stiftung Australien kontert und will Beweise für den starken Bestandsrückgang von Hunderttausenden auf nur noch 43.000 der wilden Koala vorlegen.

Die Vorsitzende der australischen Koala Stiftung, Deborah Tabert, erklärt, dass der Koala in Schwierigkeiten sei. Es gäbe mindestens 43.000 aber höchstens 80.000 Koalas und diese Feststellung unterscheide sich drastisch von dem, was die Regierung vermute. Seit der Besiedlung durch die Europäer hätten Jagd, Krankheit und der Verlust von Lebensraum die Anzahl der Koalas stark reduziert.

Deborah Tabert meint weiter, dass der Klimawandel zum Teil mit Schuld trage an der Bestandsentwicklung der wilden Koala. Bei einem Besuch in Charleville im westlichen Queensland habe sie mit acht Leuten vier Tage lang die Gegend durchforstet und keinen einzigen Koala zu Gesicht bekommen. Vor zehn Jahren schätzte man die Zahl der Koalas in dieser Region auf 20.000. Deborah Tabert erklärte im Weiteren, dass es politisches Widerstreben gegeben habe, die Koalas als bedrohte Art zu deklarieren, weil dies die Entwicklung infrastruktureller Projekte behindern könnte.

Die Qualität der Daten, welche die Stiftung Koala einreichte, hat sich in den Dokumenten, die daraus erstellt wurden, nicht widergespiegelt. Planer fürchten sie, Politiker fürchten sie, weil sie glauben, sie könnten Projekte stoppen. Die Macht der Entwicklungsindustrie ist weitreichend. Es hat über viele Jahre eine Übereinkunft des Widerstandes gegenüber dem Schutz der Koalas gegeben und sie existiert wahrscheinlich noch immer. Wenn Umweltminister Peter Garrett den Antrag auf Schutz für die Koala zurückschlägt, wird die Koala Stiftung um internationale Hilfe ersuchen. Sollten die wilden Koalas nicht unter Artenschutz gestellt werden, so Deborah Tabert, verliere sie ihren Glauben in das Gesetzessystem. Sie werde die internationale Gemeinschaft fragen, wie weiter zu verfahren sei.

Überlegungen

Die Bundesregierung verlangte letztes Jahr eine Überprüfung zum Status der Koalas in dem Glauben, die Situation habe sich wahrscheinlich geändert. Das TSSC wurde aufgefordert, die Zahlen noch einmal zu überprüfen. Professor Bob Beeton vom TSSC sagte, sie würden die neuesten Zahlen mit Wissenschaftlern diskutieren, jedoch keine Empfehlung aussprechen vor Mitte nächsten Jahres. Des Weiteren meinte er, sie würden über diese Streitfrage sprechen müssen, weil sie mit unterschiedlichen Kriterien bewertet würden. Man sei daran interessiert, ob es einen Rückgang in den Zahlen gäbe, und mit welcher Geschwindigkeit dies von statten ginge. An diesen Sachverhalten sei man interessiert. Professor Beeton sagt, der Fakt, dass Koalas Symbol und eine Attraktion für internationale Touristen sind, werde keinen Einfluss auf ihre Entscheidung nehmen. Es gäbe eine ganze Menge Tierarten, die charismatisch seien und emotional berührten. Darüber machen er sich keine Gedanken, sagte Professor Beeton. Man habe über die wilden Koala in gleichem Maße mit Fleiß und Hingabe nachgedacht wie bei der Todesnatter.

Klarer Beweis

Dr. Bill Ellis hat Koalas in Queensland zwei Dekaden lang erforscht und ist einer der Wissenschaftler, der den Gesprächen beiwohnt. Es gäbe einen klaren Beweis oder besser sehr klaren Beweis für den Grund des bedeutenden Bestandsrückgangs der wilden Koalas in Queensland und natürlich auch dafür, dass der Bestand in Gegenden von New South Wales zurückgehe, sagt er. Der Zeitpunkt, die Situation der wilden Koalas zu überprüfen, wäre jetzt gekommen.

Die Überprüfung von Dr. Ellis bezog die Gefangennahme der Koalas und das Anbringen von Satelliten Transmittern an den Beuteltieren ein. So kann man die Anzahl der Koalas überwachen. Es gibt Beispiele vom lokalen Aussterben, speziell in New Soluth Wales, wo Langzeitprojekte durchgeführt wurden. Die Menschen sind betroffen, weil die Zahl ihrer geliebten Koalas so drastisch abnimmt. Bislang sind sie nicht in der Lage, sie zu beschützen und die Koalas sind deshalb schon teilweise ausgestorben. Werden die Koalas unter Artenschutz gestellt, besteht Grund zur Hoffnung, dass sich die wilden Koalas wieder vermehren und nicht völlig aussterben.

Datum: 10.11.2009

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