Remarkable National Park

Morgen geht es in den Remarkable National Park. Und auf den Alligator Gorge war ich schon sehr gespannt. Das werden zwar wieder viele unbefestigte Wege sein. Doch ich hoffe, dass es beim Langsamfahren nicht so stauben wird. Wir fuhren ja noch in dem bewussten Hertz Wagen!

Ziemlich früh sind wir am Montag zur Fahrt nach dem Mount Remarkable National Park gestartet. Rechtzeitig wurde der Abzweig zum NP auf der A1 angezeigt. Auf der B56, die immerhin über Broken Hill nach Sydney führt, erreichten wir nach 44 Kilometern Wilmington. Es war schon bis dahin eine ziemliche bergige Strecke. Rauf und runter. Die südlichen Ausläufer der Flinders Ranges grüßen uns. Immer mal sehen wir rechts oder links der Strasse ein kleines verfallenes Gebäude. Das müssen die alten Schäferunterkünfte aus dem 19. Jahrhundert gewesen sein. Jetzt schlängelt sich die Strasse ziemlich lang bergauf. Zum Pass über die Flinders Ranges. Auffallend, dass die Straßenbauer neben der Strasse Abflussgräben gemauert haben. Wohl um die nicht unerheblichen abfließenden Wassermengen abzuleiten. Und um das Straßenbett zu erhalten. Not a bad idea! Denn immerhin bewegen wir uns jetzt auf der historischen Goyder’s line, die auch durch den Remarkable Nationalpark zieht. Diese Trennlinie zwischen trockenem Norden und feuchten Süden kennzeichnet im Remarkable Nationalpark die Vegetation derart, dass man große gut bewachsene Waldgebiete (Pinien und Eukalyptus) und ziemlich karge Trockengebiete besichtigen kann.

Horrocks GedenksteinDoch zunächst steht auf einer Anhöhe oberhalb der B 56 ein Gedenkstein. Der erinnert an John Ainsworth Horrocks. Ein Siedler und Entdecker. Denn immerhin fand er mit vier Weggefährten diesen Pass, für dessen Überwindung der Trupp ganze zwei Tage brauchte. Und am 19. August 1846 hatten sie es geschafft. Leider wurde Horrocks schon zwei Wochen später, also am 1. September, schwer verwundet und starb am 23. September. Seine Großtat blieb unvergessen. Obwohl der Gedenkstein erst 1946 errichte wurde.

Der „Straßenort“ Wilmington ist ein kleines, sauberes und nur an der Hauptstrasse liegendes Örtchen. Im Gegensatz zu manchen anderen Gemeinden in den Bergen fällt auf, dass hier wirklich alles aufgeräumt ist. Auch die am Anfang noch asphaltierte Strasse zum Nationalpark war gut ausgeschildert. So sind wir durch eine beeindruckende bergige und waldige Szenerie in den Nationalpark gefahren. Bald kamen die Sandwege. Aber ich fuhr langsam. Die Staubentwicklung ging. Wir schienen die einzigen Besucher zu sein. Wieder Mal! Nach rund 10 Kilometern erreichten wir, nachdem wir noch an der Alligator Lodge vorbei fuhren, den Parkplatz Alligator Gorge.
Zwei Rundwege werden hier angeboten. Der neun Kilometer lange Alligator Gorge Ring Route Hike, für den die Ranger vier Stunden eingeplant hatten. Ein Weg, der wohl zur Wildblumenblüte sehr reizvoll sein kann, aber zu unserer Zeit nur die Trockenheit des Nordens, die wir zur Genüge kannten, demonstriert. Und da war noch der Gorge Circuit Hike. Ein „nur“ zwei Kilometer langer Rundkurs.

Aligator Gorge Ring RouteLeider haben wir uns von den verwirrenden Hinweisschildern am Alligator Gorge Car Park täuschen lassen und sind so den Rundkurs in umgekehrter, also nicht in empfohlener Richtung gelaufen. Eine Entscheidung, die auch unseren Oberschenkeln zum Schluss nicht gefiel.
Doch zunächst genossen wir den munteren Weg abwärts, das Laufen im Schatten, da der wolkenlose Himmel die Sonne schon am frühen Vormittag erbarmungslos zur Erde ließ. Mit viel Aufwand haben die Ranger hier einen Weg gebaut, den jeder gehen kann. Und an schwierigen Ecken gibt es Stufen und natürlich Bänke. Die zwei Kängurus, die an ein paar vertrockneten Büscheln kauten, schienen über unseren Besuch nicht gerade erfreut. Zumal wir das Wasser für uns brauchten.

Aber es gab hier immerhin Wald. Mit dem Holzlandwald in Thüringen natürlich nicht vergleichbar. Schon wegen der Temperatur! Schätze so gegen 10.00 Uhr waren es um die 34°Celsius. Alles durstet. Das ist überall zu sehen. Die rote Erde war ausgedörrt und staubig trocken. Jeder Baum, jeder Grasbüschel lechzte nach Wasser. Und auch die kleine Blindschleiche, die wir beim Abstieg trafen verschwand so schnell wie möglich zwischen schattigen Steinen. Der steinige Belag nahm mit jedem Schritt abwärts zu.

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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