Von Warrnambool, The Capital of the Great South Coast, zu The Grampians Von Warrnambool, The Capital of the Great South Coast, zu The Grampians

Von Warrnambool (“The Capital of the Great South Coast”) zu ”The Grampians”

Ziemlich geschafft von der Drängelei auf der Great Ocean Road waren wir froh unser heutiges Tagesziel Warrnambool zu erreichen. 263 Kilometer östlich von Melbourne. Das reichte für den Tag. Und mit dem Motel, gleich am Princess Hwy, waren wir sehr zufrieden. Wer mein Australienbuch „Und immer weiter zur Sonne“ gelesen hat, weiß, dass wir 2003 auf der Fahrt von Adelaide nach Melbourne schon mal hier waren. Wir kamen von Mount Gambier, besuchten den Glenelg NP, bei Nelson, suchten die Seehunde bei Cape Bridgewater, spazierten durch Portland und haben im „Tower Hill State Game Reserve“ das Vulkanland kennen gelernt.
warrnambool Weg durch die Dünenwarrnambool Brücke in den Dünen
Hätte ich mich damals schon intensiver mit der Entdeckung Australien beschäftigt, dann wären wir mit Sicherheit nicht nur durch Warrnambool gefahren. Sondern ich wäre den Mahogany Trail entlang der Sanddünen zwischen Warrnambool und Port Fairy gelaufen. In der Hoffnung, vielleicht doch was von dem geheimnisvollen portugiesischen Mahagonischiff zu entdecken. Wen es interessiert, der kann in dem oben genannten Buch auf Seite 151 lesen, warum wahrscheinlich schon 1522 Portugiesen den Boden von Terra australis betraten.

Der 22 Kilometer lange Mahogany Trail Walking Track beginnt am Thunder Point und endet in den Dünen, wo angeblich in sieben Meter Tiefe das Schiffswrack liegen soll.

Daneben verlieren die 80 anderen zwischen Port Fairy und Cape Otway gestrandeten Schiffe, wenn man mal die Loch Ard Tragödie ausnimmt, an Bedeutung. Allein 29 dieser Wracks liegen auf dem Meeresgrund der Lady Bay in der Warrnambool liegt. .
Durch seine günstige Lage zu den 12 (acht) Aposteln und dem Vulkanland kann Warrnambool ein guter Startpunkt zur Erkundung der Gegend sein. Am Ort endet die Great Ocean Road und es beginnt das üppige Hinterland. Die Strände sind sehr beliebt, es gibt sehr gute Surfmöglichkeiten. Die Lage am Südlichen Ozean bedingt, dass dort günstige Winde die Küste erreichen. “Windy Warrnambool“ ist der Nickname für den 32 Tausend Einwohner Ort unter den Surfern.

Zwischen den Niederungen oder auch auf den flachen bergigen Klippen sammelten oder jagten die über viele Jahrhunderte die Ureinwohner des Gunditjmara People. Sie nutzten die Gehzeiten für das Sammeln der Muscheln und Schnecken. Die zahlreichen „Abfallhalden“ leerer Schalen, gefundenen Holzkohle, versteinerte Schuppen und Knochenwerkzeuge geben einen Einblick, wie die Ureinwohner hier einst lebten.

Warrnambool hat in der Sprache der dort lebenden Ureinwohner eine vielfältige Bedeutung. Zum einen bezeichnet
das Wort ein in der Nähe gelegenes Gebirge, aber auch Deutungen wie „Wasser zwischen zwei Flüssen“ oder „zwei Sümpfe“ oder „reichlich Wasser“ gibt es.

Lady BayLady Bay Ufo's? Sind die von Ausserirdischen?1840 kamen die ersten weißen Siedler in das Gebiet. 1851 wurde der Ort wegen des Goldrausches eine ziemlich wichtige Hafenstadt. Es wird berichtet, dass in den 1880ern Warrnambool ein größeres Handelsgutvolumen hatte als Melbourne. Aus diesem Grund begann man 1876 mit dem Bau einer Mole, die aber nie fertig gestellt wurde. Breakwater heißt der nicht uninteressante mächtige „Betonwall“ am östlichen Ende der Lady Bay.

Dort befinden sich auch, wie außerirdische Gebilde anmutenden Halbkugeln. Ehemalige Fischzuchtbassins, die man aus Gründen der Sicherheit vor Jahren aufgegeben hatte. Auch die Kuppeln dienen nur dem Unfallschutz.
Hier am Breakwater ist die Heimat des Yachtclubs.

Breakwater, LighthouseNatürlich verfügt die Stadt seit 1872 auch über eine Pferderennbahn. Doch hätten sich um die Jahrhundertwende wohl nicht sehr viele Menschen für das jährliche May Racing Carnival und das Grand Annual Steeplechase interessiert, wäre nicht 1894 Christina McPherson, aus gleich welchen Gründen immer, beim Rennen erschienen. Dort soll die Militärkapelle das schottische Volkslied „Thou Bonnie Wood o’ Craigielea“ gespielt haben. Eine Melodie, die ihr nicht mehr aus dem Sinn ging, und die sie „Banjo“ Paterson 1894 auf der Gitarre vorspielte. Es wurde die Melodie für Australiens Top Hit Nummer 1 „Waltzing Matilda
Wer in Warrnambool blick über die StadtFlagstaff HillWarrnambool auch nur wenige Stunden bleibt, sollte nicht versäumen, Flagstaff Hill zu besuchen. Ähnlich wie in Tailem Bend oder auch in Loxton, versucht man mittels einer historischen Stadt alte Siedlermentalität wach zu halten. Alte Häuser, Leuchttürme, Kanonen, für den Fall einer russischen Invasion, zwei renovierte ehemalige Wracks und ein bemerkenswertes Museum, das auch die Schifftragödien an dieser Küste aufgelistet hat.

Etwas anderes aber hat Warrnambool berühmt gemacht. Seit 1888 arbeitet in Allensford, einem kleinen Vorort, 13 Kilometer westlich vom Stadtzentrum, die größte Molkerei im Südwesten Australiens. Es gibt mittlerweile die dritte Fabrikanlage nach der Gründung. Ein großer Arbeitgeber in der Region. Und ein sicherer Partner für die Milchviehbauern.
Lady-BayLady-Bay Seaview

Die Lady Bay des Southern Ocean ist eine malerische Bucht, an der Warrnambool liegt. Östlich der Bucht mündet der Hopkins River in den Ozean. Am westlichen Ende tut das der Merri River. Hier startet oder endet die Foreshore Promenade, die auch am Hauptbadestrand vorbeiführt.
Lady-Bay SeeblickLady-Bay Strand
Wir sind zunächst zum Point Ritchie Lookout am östlichen Ende gefahren. Ein Platz, der sich gut zur Beobachtung der Wellen und der Walwanderung im Südlichen Ozean eignet, der aber auch ein geschützter kultureller Platz der Ureinwohner ist.

Richie LookoutAls gänzlich unvoreingenommene Touristen haben wir nur die Landschaft am Lookout genossen:
Auf dem letzten Bild kann man die Rundung der Lady Bay bis hinüber zum Breakwater, unserem nächsten Ziel, sehen.

Während die Meerestiefen von über 10 Metern am Point Ritchie Lookout besonders die erfahrenen Taucher anzieht, weil hier viele Fische zu beobachten sind, wird Breakwater und die Stingray Bay als ideales Taucheranfängergebiet betrachtet. Zumal in den letzten Jahren kaum noch Stachelrochen beobachtet wurden. Thunder Point LookoutEinziges Problem ist die manchmal unberechenbare Strömung zwischen dem Merri River Mouth und Merri sowie Middle Island. Die Holzbrücke über den Merri River erlaubt zum Pickering Point und von dort zum Thunder Point Lookout, von dem auch der Mahogany Track startet, trockenen Fußes zu gelangen.

Das war unser Kurzbesuch in Warrnambool. Ein Aufenthalt, der sich auch bei der Fahrt zu den Grampians auf alle Fälle lohnt.

Dieter Tischendorf
www.ditido.de

Foto: Dieter Tischendorf

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