Der Pliosaurier Eric

Bei der Stadtrundfahrt konnten wir auch durch den Sichtnachweis feststellen, dass die Angaben vieler Besucher, Coober Pedy hätte nur die Hutchison Street als einzige asphaltierte Strasse, widerlegen. Allerdings stimmt, dass Fußgänger sich durch den Sand am Straßenrand ihren Weg bahnen müssen. In der Paxton Street befindet sich die Schule für die 150 Kinder der Stadt. Gleich daneben das Schwimmbad, das mit Bore Water (keine Trinkwasserqualität) gefüllt wird, und das Oval. Das Zentrum anderer sportlicher Betätigungen. Natürlich arbeiten auch zwei Ärzte im Ort, verfügt das Hospital über 20 Betten und eine recht moderne Ausstattung. Und der RFDS ist jederzeit erreichbar.

Dass Opalbesitzer auch Humor besitzen zeigt das Aufstellen eines Schildes am Golfplatz, wo ausdrücklich das Betreten des „Grases“ verboten ist.
Schauen Sie sich die „Rasendecke“ von Coober Pedy mit Schmunzeln an. Es widerspiegelt ein Hauptproblem vieler Golfspieler im Outback. Löcher kann man graben, aber eine Rasendecke bei der Hitze und dem Wassermangel wird Seltenheitswert haben. Das trifft jedoch nicht für den Bowling Club zu. Die Kunstrasendecke ist sicherlich die ebenste gepflegte Fläche in der Stadt.

Wasser ist in Coober Pedy sehr teuer. Schon zu Beginn des Abbaues mußte es über große Entfernung unter sehr erschwerten Bedingungen hierher gebracht werden. Auch die Einrichtung sehr großer Wassertanks, die man nach dem extrem geringen Niederschlag 1922 (mit einem Fassungsvermögen von rund 2 Millionen Liter Wasser) als Untergrundtanks baute, verbesserte die Situation nur geringfügig. Die Bezugsberechtigung für Wasser blieb bei 24 Gallonen (rund 110 Liter) pro Woche. So plante1967 die Regierung den Bau einer solar betriebenen Entsalzungsanlage, um Frischwasser zu erzeugen. Dazu nutzte man das etwa 100 Meter unter der Oberfläche gefundene Salzwasser. Aber es rentierte sich nicht. Die Ausbeute war zu gering, und durch die ziemlich heftigen Winde, die hier regelmäßig auftreten, wurde die Anlage sehr oft beschädigt. Seit 1995 arbeitet ein modernes Wasserentsalzungswerk nach dem Prinzip der Umkehr Osmose. Natürliches Wasser wird aus 60 Meter Tiefe über eine Bohrung zum Artesischen Becken 23 Km nördlich des Ortes hoch gepumpt und durch eine 20 cm dicke Pipeline neben der Oodnadatta Road zu den Wassertanks geleitet. Die Bore Water Pumpen arbeiten nach Funksignal des städtischen Umweltamtes automatisch.

In der Hutchison Street können Durchreisende für 20 Cent aus einem Automaten 30 Liter Wasser „abzapfen“.
Zusätzlich wurde eine Mulde, die 1,5 Millionen Wasser fassen kann, derart ausgebaggert, dass das Regenwasser dorthin abfließt. Als neueste Variante überlegt man, da überraschend in 125 Meter Tiefe unter der Stadt ein Fluss entdeckt wurde, wie man dieses Wasser nutzen kann.


Bleibt zum Schluss noch Eric der Saurier.

Eric der Saurier aus Coober PedyVor 120 Millionen Jahren lebten natürlich auch vorzeitliche Tiere in Australien und in der Gegend um Coober Pedy. Wer sich mit der Vergangenheit von Down under beschäftigt wird überall auf Spuren von Dinosauriern stoßen. So auch hier. Man fand Skelette von Dinosauriern, von Pterosaurier und Riesen Meeres Lizards. So wurde ein „Ichthyosaurier (Fisch Lizard)“ mit 7 Meter Länge gefunden. Andere große Plesiosaurier hatten einen langen Hals, der sehr an Nessie erinnert. Und da stand dann noch der Satz „Manche hier gefundenen Meerestiere waren Babys, weil diese Gegend wohl ein beliebter Brutplatz war“.
1883 fand man bei Andamooka ein teilweise erhaltenes Skelett eines über sechs Meter langen Plesiosauriers. Der erste Fund dieser Art in Australien ist nunmehr im South Australia Museum in Adelaide zu bewundern.

Und nicht zu vergessen: Eric! Ein Pliosaurier, dessen Skelett man 1987 im Zorba Field bei den Cretaceous (Kreidezeit) Rocks gefunden hatte. Leider war der Finder, der Opalsucher L. Vida, kein Experte, sodass einige Skelettteile bei der Bergung verloren gingen. Das merkte man aber erst bei der Präparation. Der Präparator Paul Willis hatte den Nick Name „Eric”. So war der Pliosaurier getauft. Und der Fischknochen in seinem Magen erhielt natürlich den sinnigen Namen „Wanda“. Verkauft wurde Eric 1993 für 200 Tausend Dollar an die National Opal Collection und das Australische Museum Sydney.
Finanziert hat die Aktion die weltbekannte Hutfirma Akubra.

Was für zwei angenehme und „saubere“ Tage. Morgen geht es zurück! Zum Oodnadatta Track!

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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