Algebuckina Waterhole

Beim Algebuckina Waterhole erfährt man, dass dieses größte der Wasserlöcher noch nie trocken war. Das garantiert der Neales (Nappamurra) River, der ja auch durch Oodnadatta fließt und den Wildtieren und den Rindern ihren Wasserbedarf sichert. Trotzdem war es für uns eine Sensation, hier unseren ersten Dingo in freier Wildbahn zu sehen. Bis meine träge Kamera aber startbereit war hatte der Dingo schon gemächlich das Weite gesucht.

Die wirklich beeindruckende 580 Meter lange Algebuckina Brücke demonstriert aber eindrucksvoll, welche Wassermassen sich im Outback sammeln können. Hier befinden sich die Gräber von drei Eisenbahnarbeitern, die während des Baus getötet wurden. Und sogar Goldgräber versuchten 1886 am Neales River ihr Glück. 25 Glücksritter lagerten und schürften am Creek bis man merkte, dass es ein „Bum rush“, ein faules Ei, war.

Der Neales River gehört zum Neales Peake River System. Das soll das letzte „Wild River System“ der Welt sein. Sie fließen alle in den Lake Eyre. Meist in gemächlichen Tempo. Aber eben aller 10 bis 15 Jahr mit sintflutartigen Ausmaßen. Eine Erkenntnis, die den Erbauern von The Old Ghan erst kam, als der Zug schon fuhr bzw. stecken blieb. 

Frosch- und MenschensteineDas Algebuckina Wasserloch verbindet sich mit eine interessanten Geschichte aus der Traumzeit. Im Volk der Arabana erzählt man von einer Gruppe Frösche aus dem Hookeey’s Waterhole bei Oodnadatta, die sich auf dem Weg machte, um entlang Neales River nach Osten ziehend, die dortigen Frösche zu bekämpfen. In Algebuckina trafen sie auf die hier lebenden Menschen. Diese verlachten und verhöhnten die Frösche. „Was wollt ihr mit eueren großen und breiten Mäulern eigentlich hier?“ Das verärgerte die Frösche maßlos, und sie verwandelten die Menschen in kleine Steine. Aber auch die Frösche wurden zu Stein. So sieht man die großen „Froschsteine“ und um sie herum die vielen kleinen „Menschensteine“ nahe von Algebuckina noch heute liegen.

Auf der Weiterfahrt ist die Durchquerung des Peake Creek wahrscheinlich der Scharfrichter. Und wehe dem Touristen, der da bei Wasser im Flussbett ohne vorherige Austestung durchfährt. Wir hatten Glück. Nur in der Mitte der Furt war eine Wasserpfütze, die allerdings 40 cm tief war. Die ließ sie sich aber leicht umfahren. Wenn man treuen Mutes einfach rein gerät, hat man bis Hilfe kommt erst mal keine anderen Sorgen mehr.

Old Peak RuinenBekannt sind natürlich auch die Ruinen von Old Peake mit den Orangenbäumen im Umfeld. Das war einst eine Telegrafenstation.
Mit viel Aufwand und Liebe haben die Plate’s nicht nur die Beschilderung vorgenommen. Nein ihr „Travel the Oodnadatta Track“ ist eine vollständige Aufzeichnung aller Stationen mit einer Erklärung auf der Rückseite. So konnten wir nichts verpassen. Allerdings lernt man auf diesem Track mit der Zeit die Kunst der Beschränkung auf das Wesentliche.

Weiter lesen: Steinmonumente im Outback

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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