Oodnadatta

Oodnadatta Oodnadatta

Doch diese Ansiedlung Oodnadatta erlebte auch große Zeiten. Der Ort wurde am 30. Oktober 1890 zur Government Township ernannt. Vielleicht auch deshalb, weil hier die Telegrafenlinie lang ging? Oder weil schon am 7. Januar 1891 die Eisenbahnlinie, von Warrina kommend, den Ort erreichte? Nicht zuletzt verfügte der Ort wegen des artesischen Beckens über ausreichendes und gutes Wasser. Das verbesserte sich noch, als man 1893 in rund 430 Meter Tiefe einen Brunnen fand, der täglich 260 Tausend Gallonen Wasser lieferte. So wurde die Stadt zu einem bedeutenden Eisenbahnzentrum für den Norden. 1891 lebten immerhin in den 50 Wohnhäusern 162 Personen im Ort. Ziegen waren die beliebtesten Haustiere. Auch Chinesen fanden den Weg nach hier. Viel wird noch heute von den blühenden Gärten des Mr. Ned Chong erzählt. Eine grüne Oase im wirklichen Never Never Land! Unglaublich!

Ned ChongDie Chinesen waren die Initiatoren für den Handel, der damals noch mit Kamelkarawanen erfolgte. 1893 hatten über 50 Kameltreiber (Afghan) in Oodnadatta ihre Basis. Es gab zu dieser Zeit dort immerhin 400 Kamele, die sogar die 900 Meilen bis Newcastle Water lässig absolvierten. Und natürlich existierte auch eine regelmäßige Karawanenverbindung nach Alice Springs. Der Zug war dann 1891 in Oodnadatta angekommen. Die Euphorie in SA, den Norden zu erreichen, hatte sich gelegt. Oodnadatta war für 35 Jahre „The end of the line!“ So heißt auch das nebenstehende Foto, das man im Original in Quorn besichtigen kann.
Dazu kommt, dass früher der Ort als Durchgangsstation der Rinder Routen von Charlotte Waters nach Norden und von Musgrave oder Everant Ranges nach Nord West benötigt wurde. Das Hospital von 1911 stand unter der Schirmherrschaft von John Flynn. In den Räumen befindet sich heute das „Australian Inland Mission Hospital“. Mit der Erweiterung des Schienennetzes 1928 nach Norden verlor das Örtchen seine Sonderstellung als Eisenbahnknotenpunkt. 1980 fuhr von hier der letzte Zug.

Ende des Oodnadatta Tracks

Der Ort wurde zur Aboriginal Community erklärt und ist es heute noch. Als 1987 die australische Post eine Postverbindung zwischen Oodnadatta, Coober Pedy, Hamilton und William Creek schuf, entstand dabei eine neue Outback- Legende. Der Postmann aus Coober Pedy hieß Tom Cruise. Allein auf dem Weg nach Oodnadatta, eine der staubigsten Strassen Australiens, mußte er, auch bei schlechtem Wetter oder Regen, 30 bis 40 Flussbetten überwinden. Was für eine Leistung! Darüber erzählte auch der 1950 gedrehte so erfolgreiche Film „Back of Beyond“.

Heute ist das etwas besser. Die Post nach Birdsville wird von Marree erledigt. Und er Postbote schafft jetzt die Fahrt von Coober Pedy nach Oodnadatta und zurück an einem Tag.

Als wir so gegen 11.00 Uhr in den Ort fahren, eine Hauptstrasse, ein paar kurze Nebenstrassen, herrschte absolute Tristesse. Wir hatten im Vorfeld eine Übernachtung im Ort überlegt, da es neben dem Roadhouse auch noch ein Transkontinental Hotel geben soll. Aber was wollten wir hier? Was sollten wir bis zum Abend tun, außer nach der Besichtigung des Railway Museums ins Outback zu laufen, zu fahren oder zu starren.

Also parkte ich am Pink Roadhouse, weil man dort tanken kann. Die Tanksäule funktionierte aber nicht. Aufgefallen ist mir, dass alle Leute, die zwischendurch vorbei kamen, ausgesprochen freundlich waren, viel gelacht haben und grüßten. Ein Mann gab mir den Tipp, doch im General Store nachzufragen. Als ich diesen betrat hatte Lynnie Plate gerade eine Grundsatzdiskussion mit drei Eingeborenen Mädchen, die wohl nicht genügend Geld zum Erwerb der gewünschten Süßigkeiten mit hatten. Sie riet mir schnell, genervt und nebenbei, aber trotzdem freundlich, es mit Nr. 3 zu versuchen, da die Säule Nr.2 manchmal Mucken hätte. Das tat ich dann auch und es klappte. Wieder im Laden, um zu bezahlen, hatte die Diskussion über die Nascherei einen Punkt erreicht, wo die Mädchen zunächst das Lokal verließen. Lynnie schien ziemlich verärgert, und obwohl ich nur zahlen wollte, gab sie mir ungefragt den Straßenbericht bis William Creek, eine handgezeichnete Karte von der Umgebung mit Sehenswürdigkeiten und einen Zettel mit Empfehlungen für den besten Reifendruck auf sandiger Piste je Fahrzeug.

Michael (Michaels Reisetagebuch) hat einen Woche bei der Familie Plate gelebt und einiges Interessante über das Leben im Outback aufgeschrieben.

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OzBus Reporter

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