Richtung Mannum

Richtung Mannum auf dem Murray River, Reisebericht aus Australien Weiter Stromaufwärts auf dem Murray River auf dem Weg zum Mannum

Weiter in Richtung Mannum


Am 11. Januar, einem Sonntag, sind wir dann, verabschiedet von den hungrig unschuldig drein blickenden Wildhunden, schon sehr früh, nach einem guten Frühstück, weiter gefahren. Alles leer! Der Fluss gehörte uns! Wir wussten nicht, wie weit uns Bella Casa diesmal bringen würde. Doch nach den Fähren bei Mannum (Kilometer 146), das jedoch nur 38 Flusskilometer von Murray Bridge entfernt liegt, würde eine fast 20 Kilometer lange Strecke kommen, an der Anlegen verboten ist. Also konzentrierten wir uns auf die Gegend um Younghusband (Kilometer 166) als nächsten Zielort. Zumal dort der Lake Carlet auf der westlichen Uferseite liegt.

Weiter den Murray River hinaufEin letzter Blick zurück. Die Leute im Nachbarboot schliefen noch, und wir waren wieder auf den Fluss.
Schon bald sahen wir bei der Weiterfahrt Wood Lane Reserve und wir vermuteten, hier den Platz von Zadows Landing gefunden zu haben. Die wenigen Hütten von Caloote, dann näherten wir uns Mannum. Für den unerfahrenen Hausbootfahrer eine Herausforderung. Müssen ihm doch zwei Fähren die Durchfahrt genehmigen. 500 Meter vor den Fähren steht eine Warntafel, dort muß man durch einen Hupton seine Ankunft ankündigen.

Vor Mannum auf dem Murray RiverDie Fähren jedoch taten nicht dergleichen und fuhren weiter. Ich reduzierte die Geschwindigkeit auf 2000 Umdrehung und näherte mich trotzdem ziemlich schnell (dachte ich!) der zweiten Warntafel. Nach dem vorgeschriebenen zweimaligen Hupen erhielt ich von beiden Fähren grünes Licht. Und Bella Casa konnte Mannum passieren.
In einem weiteren Kapitel in diesem Buch habe ich ausführlicher über Mannum geschrieben, und auch über die Uferstrasse auf der wir damals den Murray bis Kia Marina begleiteten.

Nach dem Mannum auf dem Murray RiverWie schon gesagt, die offiziell angegebenen Flusskilometer stimmen nicht immer mit den Angaben auf den blauen Schildern am Ufer überein. Das wäre aber nicht so schlimm, wenn man die zum Teil schon zugewachsenen Schilder wenigstens erkennen und lesen könnte. Außerdem braucht man oft ein Fernglas, um auf den kleinen Schildern überhaupt etwas zu sehen.
Das war aber für den nun kommenden Abschnitt bis Younghusband nicht von Belang, weil auf diesen 12 Kilometern jedes Anlegen wegen der vielen Riffe am Ufer verboten ist. Dem Bootsfahrer ist auferlegt, innerhalb von drei Stunden diese Strecke zu passieren. In Notfällen ist aber ein Anlegen im Hafen von Kia Marina, einer großen Werft mit mietbaren Anlegeplätzen und Bootsverleih, gestattet.

KiaNoch vor Kia Marina wird der Uferbereich felsiger. Diese Sandsteinfelsen werden uns nun bis Swan Reach begleiten.
Kia Marina kündigte sich schon an durch die vielen Hausboote, die vor der Hafeneinfahrt, in der sich auch die Werft befindet, liegen.

So sind wir dann weiter flussaufwärts an Greenings Landing und Stone Wall, Sehenswürdigkeiten, die man mehr erahnen als erkennen kann, nach Younghusband weiter gefahren. Nach unserer Reisemappe hätten wir nunmehr 8 Stunden reine Fahrt hinter uns und dabei 120 Liter Benzin verbraucht. Younghusband war als Tankstation angegeben. Der Anlegeplatz war frei. Also ließ ich mir die Gelegenheit zum Auftanken nicht entgehen. Nach dem Anlegen ging ich zu dem etwa 200 Meter vom Ufer entfernten Store. Dort standen auch Tanksäulen. Da sich auf dem Boot weder Kanister noch ein Trichter zum Auffüllen des Benzins befand, Paul hatte auf meine diesbezügliche Frage geantwortet, dass wir diese Utensilien an den Tankstellen bekämen, bat ich den Besitzer darum. Dieser war erstaunt. Ich war der erste Hausbootfahrer, der keinen Kanister und keinen Auffüllstutzen bei sich hatte. Trotzdem half er mir. So schleppte ich 80 Liter Benzin in den 20 Liter Kanistern zu unserem Boot und tankte auf. Wie stellen sich die Vermieter eigentlich das Nachtanken vor, wenn der Mieter über 70 ist?

Die Zeit auf dem Anlegeplatz war auf 30 Minuten begrenzt. Wir mussten weiter. So wollten wir nach dem Tanken bereits nach einem Kilometer auf der anderen Uferseite wegen des Lake Carlet einen Liegeplatz suchen, da auf der unsrigen Seite alles besetzt war.

Wir fanden auch einen entsprechenden Platz und trotz Strömung und Wind erlaubte mir Bella Casa, da dem Boot der Platz wohl zusagte, unproblematisch ans Ufer zu gelangen. Nun begann wieder der Wettlauf zwischen mir und der Strömung. Je schneller es mir gelang wenigstens zwei Taue an zwei Bäumen zu befestigen, desto leichter hatte es Dagmar, das Boot am Platz zu halten.
Nicht weit von uns hatte ein ungefähr mit uns gleichaltriges Ehepaar ebenfalls angelegt. Und die nutzten den schönen Spätnachmittag zur Reinigung des Hausbootes.

Foto: Dieter Tischendorf

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