Der Ausklang der Tage in Loxton Die größte Tomate der Welt in Loxton - Der Ausklang der Tage in Loxton

Der Ausklang der Tage in Loxton

Zunächst passierten wir am Sturt Highway wieder mal so eine „australische Ikone“. Die größte Orange der Welt.

Anschließend erreichten wir Teil 2 des Murray River National Park, die Lyrup Flats. Hier siedelten in den 1850ern die ersten Weißen und nannten ihre Siedlung Bookmark Station. Als dann 1897 die Brüder Robinson das Anwesen kauften, gaben sie ihm den Namen Calperum. Heute befinden sich bei Lyrup Flat mehrere beliebte Camping Plätze direkt am Ufer des Murray River.

Den Vorschlag, durch das „friedliche Feuchtland (peaceful wetland)“ zu wandern, fanden wir sehr amüsant. Es ist heiß, trocken, staubig. Kein normaler Aussie würde bei solch einem Wetter auch nur einen Fuß in die Gegend setzten. Only the stupid Germans! But count us out!

Wir sind bis zur Fähre gefahren, wo man zum kleinen Ort Lyrup übersetzten kann. Drüben bleibt es dann jedem überlassen, wie er wieder nach Berri kommt. Dieses Lyrup gehört zu den 12 damals auf Weisung des Gouverneurs Kingston gebildeten Gemeinden. Eine Gruppe von 40 Männern mit ihren Frauen und 114 Jugendlichen und Kindern waren ausgewählt, die Siedlung Lyrup zu gründen Die Regierung organisierte den Eisenbahntransport bis Morgan. Und von dort die Weiterfahrt mit einem Dampfschiff (PS Ellen), das am 22. Februar 1894 am Ufer des späteren Lyrup anlegte. Gleichzeitig erfolgte die Anlieferung von Baumaterialen, um eine solche Siedlung gründen zu können.

Es gab dort aber schon eine Unterkunft für die Schäfer und für die Grenzreiter der Bookpurnong Station, die nahe der Kreuzung Murray River und Pike River lag. Diese kleine Hütte wurde „The Lyrup Hut“ genannt. Es war das einzige existierende Gebäude und diente deshalb als eine Art Kennzeichen und Orientierung in der Gegend. Wir haben leider keinerlei Hinweise gefunden, worauf der Name Lyrup für die Unterkünfte zurückzuführen ist. Außer, dass 1894 zwei Regierungsbeamte einen Platz für eine Siedlung in diesem Gebiet aussuchten. Und sie benutzten sie einfach den schon vorhandenen Namen Lyrup.

Wegen der Hitze und dem Staub sind wir am nördlichen Ufer geblieben, fuhren noch den unsealed Weg bis Colligans Camp Ground und von dort wieder über eine staubige und trockene Sandpiste zum Sturt Hwy. Das ist eine Gegend zum Campen, zum Fischen, zum Anlegen mit dem Hausboot. Vielleicht auch bei anderem Wetter zur Vogelbeobachtung. Aber Wandern bei 33° Celsius? Nein!

Gegen Mittag waren wir wieder in Loxton. Im Internet Cafe bekam ich einen ziemlichen Schock. 72 Mails aus Deutschland waren zu beantworten. Und 89 Spam Mails „rundeten“ die Sache ab.

Nach 90 Minuten war die „Arbeit“ getan. Wir genossen in Loxton in einem kleinen Bistro Fish and Chips und fuhren dann zum Ausruhen und zur Vorbereitung auf die Weiterfahrt am nächsten Tag zum Caravan Park.
Enten im Big4 Caravan ParkEine gemütliche Siesta! Wir saßen vor dem Bungalow im Schatten, haben Kaffee getrunken, erzählt, geschrieben und die Weiterreise besprochen. Alles begleitet von den zutraulichen Enten und den etwas scheuen Kängurus, die sich immer tunlichst im Schatten aufhielten.

Es gibt eine Strasse im Park zwischen zwei schattigen Gebieten. Deshalb ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 Kmh vorgeschrieben, um kein Tier zu verletzen. Alle hielten sich daran. Bis auf ein paar „Spinner“, die es leider überall gibt.

Schlimmer fand ich noch, dass ein Spaziergänger, der nicht im Park wohnte, mit seinem Hund, den er nicht angeleint hatte, hier durchspazierte. Das frei laufende Tier machte natürlich eine „fröhliche Jagd“ auf die Kängurus.

Und als einige Camper den Mann darauf zur Rede stellten, ging er unter wüsten Beschimpfungen, seinen Hund rufend, in Richtung Flussufer aus dem Park.

Doch die friedvolle und harmonische Idylle des frühen Abends war hin.

Jedes Mal, wenn wir in DU von Naturkatastrophen in Gegenden, in denen wir schon waren, hören, sind wir besonders geschockt. So auch an diesem Abend, als im TV von einem TC berichtet wurde, der mit 175 Kmh zwischen Broome und Onslow tobte.

Morgen geht es weiter. Nach Renmark. Unserer letzten Station in South Australia.

Foto: Dieter Tischendorf

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