Nitmiluk National Park

Der Nitmiluk National Park

Für jeden Katherinebesucher ist ein Besuch des Nitmiluk National Parks eigentlich unabdingbar. Man muß die Schluchten des Katherine River einfach gesehen und erlebt haben. Bei unserem diesjährigen Besuch war die Saison bereites beendet. Die Vermietung für Kanus und die Bootsfahrten gab es nicht mehr. Das Kassenhaus für Ausleihe und Touren war geschlossen.

Der Name des Nitmiluk National Parks ist der Name des Jawoyn Stammes für die Schluchten. Es wird berichtet, dass die Traumzeitfigur Nabilil, manche nennen ihn auch Nibilil, ein ziemlich bösartiger Drache, der über das Land wanderte, auch zu den Schluchten kam. Durch seine Wasser- und Feuerstöcke, die er mit den Armen festklemmte, war er gefürchtet. Am Gorge angekommen rastete er. Dort hörte er das ununterbrochene Lied der Zikaden „Nit, Nit, Nit“. So nannte er das Land Nitmiluk. Die Gesänge aus der Traumzeit berichteten weiter, dass der Drache in der Schlucht ums Leben kam. Beim Fallen verschüttete er das mitgebrachte Wasser. So entstand der Katherine River. Der Fluss wiederum war die Voraussetzung für Entstehung von Flora und Fauna im Nitmiluk National Park. 
Nitmiluk National Parks LogoEin alter Ureinwohner hat darüber ein Bild gemalt. Mit Bolong, der Regenbogenschlange, Nitmi, den Zikaden und Mussels, dem Frischwasser. Es wurde zum Logo der Katherine Gorges Cruises. Nach einer weiteren Legende soll die Regenbogenschlange im tiefsten Loch der Schluchten leben.

Wir wollten diesmal auch nicht durch die Schluchten fahren. Bei unserem letzten Besuch sahen wir, dass es auch Wanderwege entlang der Felsen auf der Höhe gab. Und wir glaubten, dass es sich schon vom Ausblick und dem Kalorien fordernden Aufstieg lohnen würde. 
Barrawell Walk Nitmiluk National ParkSo haben wir uns für den Barrawei Walk, einem vier Kilometer langen Rundkurs durch den Nitmiluk National Park entschieden. Und es war wohl richtig, zunächst die 70 Meter Höhenunterschied auf einem 400 Meter langen Aufstieg bis zum Plateau der Sandsteinfelsen zu bewältigen. Und steil ging es nach oben. Angeblich soll der Aufstieg einen mittleren Schwierigkeitsgrad haben. Für trainierte Sportler sicherlich. Viele Menschen wären aber ohne die Treppen und die Geländer aufgeschmissen. Sogar die dichte Vegetation am Boden nahm beim Aufstieg ab. Über Wege, Felsvorsprünge und Treppen erreichten wir die Höhe und gingen zum gesicherten Lookout. Aussicht vom Barrawel Lookout
Ein unvergesslicher einzigartiger Ausblick. Bis zum Horizont Bäume und Sträucher. Und unter uns der Katherine River, der diese Meisterleitung, sich durch den Sandstein zu „fressen“ in Millionen von Jahren vollbracht hat.

Die beiden Bilder sollen stellvertretend für viele weitere Aufnahmen die Schönheit der Schluchten zeigen.
Bei der von uns gewählten langen Option kommt dann noch ein Aussichtpunkt, der einen Blick ins Hinterland erlaubt.
Schön, aber nicht so eindrucksvoll.

An der Zentrale der Wasserversorgung auf der Höhe kam uns ein Jogger entgegen. Ziemlich geschafft. Erst beim Abstieg bekamen wir mit, welch eine Leistung der Sportler, wenn er hier hinauf gelaufen ist, vollbracht hatte. Der Jogger aber hat uns auf dem Rückweg nicht eingeholt. Ich wäre am Gipfel umgekehrt. Und hätte nicht eine Verletzung bei dem steilen Abstieg riskiert.

Barrawell LookoutSehr beliebt schein das Laufen auf dem Windolf Walk zu sein. Hier sind uns sogar in der Mittagshitze mehrere Sportler begegnet.
Der Stadtbummel durch Katherine war eigentlich mehr eine Angelegenheit zum Einkauf. Zunächst habe ich im Touristik Centre, wie schon 2003, meine E Mails abgeschickt. Dann sind wir zu
Woolworth gefahren.

Wir brauchten auch noch einige Information für die Weiterfahrt nach Tennant Creek. Deshalb haben wir noch das sehr ansehnlichen Visitor Centre besucht. Davor im Schatten saßen größere Frauengruppen der Ureinwohner, die sich unterhielten. Nicht wie 2003, als betrunkene und laut schreiende Frauen durch die Einkaufszone rannten. Wir sind damals wie alle anderen Australier auf die andere Straßenseite gegangen.
Als letzten Eindruck von Katherine habe ich noch den müden und abgekämpften Reiter vor dem Centre fotografiert. Auf der Tafel haben sich alle möglichen Honoratioren verewigt.

Hoffentlich sehen wir dann in Adelaide nicht auch so geschafft aus. Denn morgen kommt ein fast 680 Kilometer Track nach Tennant Creek.

Weiterlesen: Tennant Creek

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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