Lincoln National Park

Anschließend fuhren wir nach Süden, auf der Proper Bay Road zum Lincoln National Park.
Es war inzwischen schon wieder ganz schön heiß geworden. Und keine Schatten spendende Wolke in Sicht.

Unser geplanter Ausflug zum Lincoln National Park war eine Begegnung mit der Geschichte. Bald nämlich kam ein Gedenkstein, der an Matthew Flinders und seine Mannschaft erinnerte. Die Truppe ankerte hier vom 26. Februar bis zum 5. März 1802. Nirgendwo sonst in SA blieb Flinders so lang. Man brauchte Wasser. Und von einem gefundenen Brunnen (Flinders Well) transportierte die Besatzung das Wasser über den Investigator Trail zum Ufer, zum Schiff, das früher mal Xenophon hieß und dann in Investigator umgetauft wurde.

Während Flinders den Lauf der Sonne beobachtete und registrierte erkundete sein Team inzwischen die Meereswege. Hier bei diesem Aufenthalt benutzte Flinders erstmalig den Begriff „Australia“. Und er sah auch Ureinwohner, die er als außerordentliches Volk und Australier bezeichnete. Der Begriff „These Australians“ ist überliefert.

The Bench - Lincoln National ParkSo sind wir also den Weg seiner Crew vom Wasserloch bis zum Ankerplatz gefolgt. Dort befindet sich auch „The Bench“, eine Erinnerungsstätte an acht verstorbene Seeleute. Am ehemaligen Ankerplatz steht heute eine kleine Vogelbeobachtungsstation mit sehr schönen Vogelbildern an der Wand. Aber wir konnten keinen einzigen Vogel auf den Bäumen entdecken. Doch ein Blick in die Umgebung, die Hitze stand förmlich im Land, erklärte dies.

Die Geschichte um Matthew Flinders erhält überall neue Ergänzungen. So erfuhren wir so nebenbei, dass auch eine Katze „Grim“ mit an Bord war. Und so zur ersten „Katzenumseglerin Australiens“ wurde. Der gelernte Landarzt und nunmehrige Weltumsegler Flinders feierte bei diesem Aufenthalt seinen 28jährighen Geburtstag.

Seine Aufgaben, erteilt von der Admiralität, waren:

1.) Die Kartographie der unbekannten Südküste von Terra australis.
2.) Prüfung, ob ein Inlandweg von der Südküste zum Gulf von Carpentaria möglich ist.
3.) Vorsorge treffen, dass die Franzosen dieses Gebiet nicht kolonialisieren.


Der Punkt 2 war ein Hirngespinst. Wie sollte Flinders das bewerkstelligen. Ich glaube sein kurzer Ausflug zum Mount Brown hatte ihm gezeigt, dass es für diese Unternehmen anderer Voraussetzungen bedürfte.

Und die Befolgung von Punkt 3 artete in einem ständiges verbales Wortgefecht mit Baudin und Freycinet aus, brachte Flinders schließlich 1803 die französische Gefangenschaft auf Mauritus ein.

Eingang zum Port Linkoln Nationalpark Wir sind dann noch bis zum Nationalpark gefahren. Inzwischen wurde es unerträglich heiß. In solch einer aufgeheizten Gegend sollte man nicht spazieren gehen. Obwohl diese 29 Tausend Hektar den wirklich faszinierenden Kontrast von Landschaften mit klüftigen rauen Bergen, sanften Hügeln und einem Mallee Waldland bieten. Umgeben von schützenden Meeresbuchten und mit sandigen Stränden und Wanderdünen ausgestattet. Aber es war eben zu heiß!

Lincoln Cove MarinaSo blieb uns zumindest zum Abschluss der Port Lincoln Erkundung noch der exklusive Lincoln Cove Marina. Ganz nett. Aber auch ziemlich auf vornehm getrimmt.

Billy Light Point - Port Lincoln NationalparkBis zur Landspitze der Porter Bay, dem Billy Light’s Point, war es nicht mehr weit. Und einen Spaziergang konnte man bei dieser Hitze glatt vergessen. Ein beliebter Picknick Punkt, eine besonders breite Bootsrampe für die Bootenthusiasten und eine landschaftlich interessante Klippenwand, an der die „Arbeit“ des Wassers besonders deutlich wird. Der Wind von der See kühlte angenehm. War aber auch gefährlich, weil man leicht dann dazu neigt, den Sonnenschutz zu vernachlässigen.

Pelikane im Port Lincoln NationalparkNur bei der Pelikankolonie hatte ich das Gefühl, dass ihnen die Hitze nichts ausmachte. Zufrieden hockten oder lagen sie auf dem kleinen Felsenriff vor dem Ufer.

Und wir sind ebenso zufrieden, aber durch die Hitze leicht geschafft, zurück in den Caravan Park gefahren. Zu meiner großen Freude zauberte Dagmar als Mittagessen Spaghetti, was die Küche in dem Bungalow ermöglichte.

Am Abend spazierten wir dann noch auf dem Walk Trail zum Snook’s Landing. Hier an diesen beliebten Angler Treff soll man bei Glück den seltenen Western Warbler hören und sehen können. Aber den Vögeln hatte die Hitze des Tages wohl auch ziemlich zugesetzt.
Morgen wollen wir noch zum angeblich reizvollsten National Park Australiens, dem Coffin Bay National Park fahren. Lassen wir und überraschen.

OzBus Reporter

Isabelle Hiestand unterwegs mit dem OzBus von London nach Sydney. Sie berichtet täglich aus dem OzBus.

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