Das Erlebnis Kings Canyon

Am Parkplatz war trotzdem ein reges Kommen und Gehen. Viele liefen ohne Beachtung an dem Schild zu Ehren von Jack Cotterill vorbei. Zu Unrecht. Denn dieser Jack Cotterill war es, der 1969 einen Trampelpfad für Anwohner und Touristen zum Canyon unendgeldlich anlegte. Natürlich dauerte es nicht lange, und man baute eine asphaltierte Strasse zur Schlucht. Zu spektakulär war die größte Sandsteinschlucht Australiens, die immerhin 270 Meter tief ist. Nicht gefragt wurden dabei die Mitglieder des Luritja Stammen. Für die Ureinwohner war der Canyon bis dahin eine Kultstätte, die auch zur Unterkunft genutzt wurde. Das war so seit über tausend Jahren, wenn man die Felsmalereien und Gravuren richtig einordnet. Kings Canyon ist ein Teil des Watarrka NP in der George Gill Range.

Gedenktafel für Jack Cotterill - Kings CanyonUnd von den angebotenen Kings Canyon Rim Walk, den Kathleen Springs Walk, den Giles Track sind wir nur den Kings Canyon Walk gelaufen. In dem trockenen Flussbett des Kings Creek zwischen den Felsen, die der Fluss in Millionen Jahren zu einer Schlucht ausgewaschen hatte.

Felsen im Kinga CanyonDas war mal wieder ein Spaziergang, wo wir uns nur flüsternd oder gar nicht unterhielten. Der Canyon war voll in der Hand von zwei deutschen Reisegruppen. Und die benahmen sich so, wie wir oft bei negativen Berichten von Deutschen auf Mallorca gesehen haben. Als ob ihnen der Canyon gehört, als ob man hier nur laut schreiend oder sich affektiert unterhaltend „Deutschtum“ verbreiten muß. Sehr negative Vorstellung. Besonders bei den anderen Besuchern, die tunlich den Kontakt mit diesen Leuten mieden. Und so schlecht war dieser Fußmarsch landschaftlich auf keinen Fall. Kein Grund, sich darüber zu monieren.
Sonnenuntergang im Kings CanyonAber es war heiß. Gut, dass wir sogar auf diesen kurzen Spaziergang wir unsere Wasserflaschen mitgenommen hatten. Wir brauchten sie!

Der Weg war leicht zu gehen, aber nicht eben sondern gewunden, mal aufwärts, dann wieder abwärts. In der Schlucht hat sich ein eigener typischer Bewuchs entwickelt, der der kargen Felslandschaft ein brillantes Flair gibt. Wir sind bis zum Ende der Schlucht gegangen. Haben geduldig 15 Minuten gewartet, bis alle „Germanen“ ihre Bilder mit und ohne Gruppe angefertigt hatten. Die waren so rücksichtslos, dass sie uns sogar zur Seite gedrängt haben. Dann aber waren die fotographischen Gelüste befriedigt und die profane Essgier siegte und bewog zur Rückfahrt.

Man kann am Ende der Schlucht dann noch zu einem Lookout aufsteigen. Doch die Freude an der Natur hatte uns die lärmende „Germanenschar“ gründlich verdorben.

Wir sind noch ein Stück im plötzlich ruhigen und friedlichen Canyon geblieben. Haben die Majestät der Natur andächtig bewundert.
Und dann am Abend einen „Little sunset“ am Felsen des Canyon vom Resort zu sehen und zu fotografieren.
Zwar nicht so spektakulär wie am Uluru, aber ein kleines Bisschen hat der Felsen auch geglüht. Oder?

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