Das Goldland

Ein Rundgang durch das Goldland


Vier Besichtigungstouren kann man sich aussuchen und mit dem Visitor Guide absolvieren. Da wär einmal der Besuch des alten Friedhofes, der an der Strasse nach Orange liegend wohl einige Gräber von Männern hat, die im Streit um Claims oder Gold erschossen wurden. Von der Strasse, die nach Bathurst führt, zweigt nach 400 Metern ein Wanderweg ab, der zu Ophir’s erster Quarzfelsen Mine, der Belmore Reef Mine, führt. Der legendäre „Ophir Joe“ Christopherson entdeckte 1866 die Goldlagerstätte. Doch soll der Schacht mittlerweile offen und nicht mehr sicher sein.

So blieb die Wahl zwischen den beiden Hauptrouten, Einmal die 4 bis 5 Stunden dauernde Wanderung entlang dem Lewis Pond Creek. Und dann der kürzere Trip (1 bis 2 Stunden) rund um Ophir. Dabei würden wir auch an der Belmore Reef Mine vorbeikommen. Und wir sollen „im Museum Natur, die Geschichte von Ophir besonders real empfinden.“ So das Prospekt!
Bluff Tunnels OphirAm Fitzroy Bar starteten wir. Der Berg zu linken kam uns vor wie ein Schweizer Käse. Bluff Working nennt man die noch arbeitenden Minen, die als Tunnel in den Bluff Hill getrieben wurden. Hier wird seit 1880 bis heute Gold gefunden. Früher gab es sogar eine kleine Bahn, die das Geröll aus dem Inneren des Tunnels nach draußen transportierte. Immerhin ging der Haupttunnel 120 Meter in den Berg. Heute ist dieser tiefste Tunnel bis zu 23 Meter noch ohne Gefahr begehbar. Solche Tunnel oder auch Höhlen, wie auf den Bildern, gibt es am Bluff Hill unzählige.

Bluff TunnelNach 50 Metern führt der Weg steil am Berg nach oben. „The Young Australia Workings“ sind eine Reihe von Höhlen, Schächten oder Einschnitten in den Berg. Und wir wandern unmittelbar an deren Rändern vorbei. Es wird vor Abrutschen oder Absturz gewarnt. Wenn man sich vorstellt, unter welchen Bedingungen die Digger hier früher lebten und arbeiteten und wie wenige wirklich reich wurden. Auf einem der Bilder sind noch die Reste eines Digger Bark Shelder zu sehen. Gleich neben seiner Schachthöhle steht das kleine Holzgestell, das mit der Borke der Bäume verkleidet wurde. So sind wir durch die Einöde des Bluff Hills nach oben geklettert. Immer auch am Rande einer teils natürlichen, teils künstlichen, heute trockenen Wasserrinne, dem Eau de Cologne Gully.

GullyDer Name soll 1851 entstanden sein, weil widerlich riechende Büsche hier wuchsen. Aber da man auch einen kleinen Damm baute, hatten die Goldgräber das benötigte Wasser. Bis 1930 lohnte hier die Goldsuche. Dann war Schluss. Das Wasser des Gullys war wohl die Ursache, warum man hier an so vielen Stellen Gold gefunden hat. Und an der Mündungsstelle in den Fitzroy Bar stand natürlich schon ab 1851 das Camp des Gold Commissioner. Ein günstiger Platz, von dem er die Arbeit der Digger entlang des Summer Hill Creek gut kontrollieren konnte. So erklärt sich die Meinung der Digger über den Gold Kommissar „Der sitzt da wie eine Spinne in der Ecke ihres Netzes“. Wohl nicht verwunderlich.

Eines ist neben den Resten der Grabtätigkeit geblieben. Ein wunderschöner ausgetretener Pfad durch die sehenswerte Gegend. Und die Vermittlung der Gewissheit, wie gut es uns, im Vergleich zu den Menschen Ende des 19. Jahrhunderts, doch heute geht. Auch trotz Arbeitslosigkeit. Das ist lediglich einen Feststellung und keine Wertung!

Goldland OphirWer sich mit dem Lageplan von Ophir beschäftigt, wird feststellen, dass es viele solcher Rinnen (Gullys) gab, die zum Teil sogar miteinander verbunden waren. Die Längste maß zu den Hochzeiten des Goldrausches 2,5 Kilometer.
Wir durchquerten ein Tal und kletterten nun zum Surface Hill hinauf. Auch hier überall Reste der früheren Grabtätigkeit. Und dann kam die schon erwähnte Belmore Reef Mine. Ein Anlage, die eigentlich aus mehreren Gruben und Schächten besteht. Einige sind mit Drahtzäunen gesichert, da Einsturzgefahr besteht. Die Schächte liegen zum Teil bis zu fünf Meter unter der Oberfläche und führen bis zu 24 Meter hinein in den Berg.

Nun wurde das Laufen einfacher Es ging bergab. Wir sind etwa 90 Minuten an dem ehemaligen Goldhügel gewesen. Bei unserer Rückkehr begegneten wir dem jungen Ehepaar wieder, dass gleich nach der Ankunft mit einer umfangreichen Goldwäscherausrüstung zum Summer Hill Creek ging. Nun kamen sie enttäuscht zurück. Nichts gefunden. „Aber morgen! Morgen werden wir was finden. Haben jetzt einen todsicheren Tipp“ meinte der junge Mann. Wir wünschten den beiden viel Glück und fuhren zurück nach Orange.

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