Mount Canobolas

Ein Besuch des Mt. Canobolas


Auf der Fahrt dorthin mussten wir wieder durch die Stadt, vorbei am Cook Park und kurz dahinter südlich auf die Cargo Road. Plötzlich endeten die weiteren Ausschilderungen. Ich hatte eigentlich keine Lust, die angegebenen 56 Kilometer nach Canowindra zu fahren. Auch wenn sich dort ein Fischmuseum mit Fossilien, die älter als 360 Millionen Jahre sind, befindet. So kurvte ich durch die Gegend und landetet schließlich am Lake Canobolas. Aber von dort gab es kein Weiterkommen zum Berg. Und die Karte der Tourist Information war unbrauchbar.

Pinnacle Lookout, Treppen zum AufstiegÜber den Hinweis „Pinnacle Lookout“ sind wir dann wieder auf den rechten Weg gekommen. Da stehen mitten im Gelände einige Felsen, an denen die Pinnacle Road vorbeiführt. Und wir dachen uns, dass ein Lookout über das flache Land in Richtung Orange sicherlich reizvoll wäre. Statt der auf der Karte angegebenen 14 Kilometer sind wir, durch das Verfahren beim Eintreffen auf dem Parkplatz zum Lookout schon 45 Kilometer gefahren. Der Parkplatz ist auch gleichzeitig der Picknickplatz, ohne den in DU nichts läuft.

Blick vom Botanischen GartenNoch am Parkplatz sah die ganze Sache recht harmlos und leicht aus. Was sind schon 182 Stufen nach oben? Doch dann sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen. Zunächst waren es 230 Holzstufen. Nicht erwähnt wurde der dann weitere felsige Aufstieg bis zur Aussichtsplattform. Der Blick von oben versöhnte mit allen Mühen.

Pinnacle Lookout bei OrangeDa standen wir nun auf der steinigen Erhebung und schauten hinunter auf die Ebene, in der man die unvermeidlichen Weinanbaugebiete und Obstplantagen gut erkennen konnte. Auch den Lake Canobolas war deutlich zu sehen. Auf dieser Hochebene fielen mir die vielen kleinen schwarzen Salamander (oder sollte ich Lizards schreiben?) auf. Mit der Zeit wurde es uns hier oben auf dem Wipfel zu kalt. Denn der Wind wehte ziemlich stark. Zumal die Wolken auch immer wieder die Sonne bedeckten. Beim Abstieg trafen wir auf ein australisches Ehepaar, das über unsere Information betreffs der Zahl der Stufen lachte. “Ja, die exakte Anzahl der Stufen ist uns schon bekannt“ meinte der Mann. „Aber wir machen extra Urlaub hier, um wegen der Gesundheit jeden Tag auf den Lookout zu steigen. Und ist es nicht herrlich ruhig!“ Ja, da hatte er Recht. Wir wünschten uns einen guten Tag. Dann fuhren wir weiter. Zum Mount Canobolas.

Ich kann nur hoffen, dass die Aussies sich mal einigen, wie hoch der Berg denn nun wirklich ist. 1295 Meter? Oder 1395 Meter? Typisch australisch wäre die Akzeptanz des höheren Maßes.

Aussicht vom Pinnacle Lookout über OrangeEs soll sieben verschiedene Wanderwege geben, um zum Gipfel des Berges zu gelangen. Der Mount Canobolas ist der höchste Berg zwischen den Blue Mountains und Perth. Und nicht selten trägt er im Winter eine Schneehaube. Eigentlich ist der 360 ° Blick phantastisch. Aber wie gesagt, immer wieder trübten die Wolken die Sicht ein.
Und der Blick in die Tiefebene war so verschwommen, dass sich eine Aufnahme nicht lohnte.
Man sieht auf dem (erst seit dem 14. Oktober 1978 für die Öffentlichkeit zugängigen) Gipfelplateau das unvermeidliche Monument und im Hintergrund den Telstra Turm.

Ausblick vom Pinnacle Lookout über OrangeDieser Berg ist vulkanischen Ursprungs. Es muß vor 50 Millionen Jahren ein erhebliches Rumoren in der Gegend gegeben haben. Bis über 30 Kilometer Durchmesser betrug die Eruption. Und wie immer haben die „Little helper of the nature“ in Millionen Jahren hier eine einzigartige geologische Landschaft gestaltet. Mit seltenen Tieren und Pflanzen. Eine Landschaft, die ins Commonwealth Heritage Register aufgenommen wurde.

Auf einer Informationstafel las ich, welches Großereignis in wenigen Tagen hier stattfinden würde. Der „Mount Canobolas Run or Walk“. Über eine 11 Kilometer lange Distance wird gewandert oder gelaufen. Eine Strecke, die es wegen des 520 Meter Höhenunterschiedes aber in sich hat. Von der Towac Pinnacle Picknick Area geht es zum Summit des Mount Canobolas aber nicht im direkten Lauf. Nein. Als kleine Freude für die Teilnehmer führt die Route auch über den vulkanischen Gipfel des kleineren Mount Thorac und als Zugabe noch über den Gipfel des „Young man Mt. Canobolas“. Um das durchzustehen muß man in gutem Trainingszustand sein.

Mount Canobolas RichtfunkantennenDa wäre, nun einmal auf dem Berg, auch noch die Möglichkeit die Mt. Canobolas Falls zu besichtigen. Der Weg dorthin beträgt vier Kilometer. Doch wie viele Falls haben wir in Oz schon gesehen? Ich weiß es nicht mehr. Also verzichteten wir.

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